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«Schnell punkten. Gegen wen? Egal!»

Die NLA-Unihockeyanerinnen der Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti haben eine Verjüngungskur hinter sich. Trainer Florian Fauser sagt, wo er die Vorteile darin sieht, was gegen die Offensivschwäche helfen soll, und erklärt, wie er die Konstanz steigern will.

Riders-Trainer Florian Fauser geht mit einem verjüngten Team in die NLA-Saison.

Archivfoto: Stefan Mühlemann

«Schnell punkten. Gegen wen? Egal!»

Trainer Florian Fauser spricht von einer Herausforderung. Was sie in der Tat auch sein dürfte. Die Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti starten am Sonntag mit einer deutlich verjüngten Equipe in ihre dritte NLA-Saison.

Diverse Routiniers sind nicht mehr dabei, gestopft wurden die Lücken grösstenteils durch Zuzüge aus dem Nachwuchs oder unteren Ligen. Zurückbuchstabieren will man bei den Oberländerinnen dennoch nicht.

Im Gegenteil. Nachdem die Riders ­zuletzt zweimal in die Playouts mussten, soll nun der Sprung über den Strich und in die Playoffs gelingen.

Im Forum des Portals uni­hockey.ch ist man sich bei der Saisonprognose einig: Die Floorball Riders werden Neunte. Weshalb traut man Ihrem Team so wenig zu?
Florian Fauser: Grundsätzlich sind wir immer noch neu in der Liga, auch wenn wir nun in die dritte Saison starten. Und wir haben das Kader nicht mit gestandenen NLA-Spielerinnen ergänzen können. Von dem her ist es okay, wenn man uns so einschätzt. 

Das tönt nach einem Aber.
Wir haben ein neues Team, das ist eine neue Chance. Unser Ziel ist es, weiterzukommen. Es dürfen kleine Schritte sein, aber es muss immer aufwärtsgehen. 

Wann ist das Ziel erreicht?
Das sehen wir erst am Schluss. Aber wenn Sie auf die Tabelle hin­auswollen: Wenn wir nicht mehr Neunter, sondern Achter sind. 

Die Floorball Riders müssen den Abgang von mehreren Spielerinnen verdauen, die zusammengezählt über 900 Nationalliga-Partien bestritten. Wie kann man diesen Verlust an Erfahrung auffangen? 
Erfahrung ist nicht alles. Wir können das quasi mit dem Gegenpol auffangen: mit jungen Spielerinnen, die willig sind. Die Lust und Spielwitz haben und unbekümmert sind. 

Wodurch zeichnet sich das verjüngte Team sonst noch aus? 
Durch den Speed. Wir sind schneller als in den letzten zwei Jahren. Das wollen wir ausnützen – für mehr Offensivpower. 

Die Offensive war letzte Saison ein Problem, die Riders müssen mehr Tore schiessen. Wie soll das gelingen?
Mit der Kaltschnäuzigkeit der jungen Spielerinnen, die zu uns gestossen sind. Wir machten letzte Saison nicht alles falsch, müssen aber konsequenter sein. Wir investieren im Training viel, wollen genauer spielen und unser System verfeinern. 

Tore zu schiessen, ist immer auch eine Frage des Selbstvertrauens.
Ja. Und das haben die Jungen noch. Sie starten mit viel Selbstvertrauen. Das ist ein Vorteil.

«Wir müssen es hinbringen, immer ein gewisses ­Niveau zu erreichen.» 

Nüchtern betrachtet, werden die Riders wohl mehr Spiele verlieren als gewinnen. Wie gehen Sie damit um?
Die Kritik muss konstruktiv sein. Wir arbeiten die Spiele immer auf. Diese Analysen sind wichtig. Wichtig ist auch, alles herunterzubrechen auf unsere Ziele, um den Fokus nicht zu verlieren. Das brachten wir in den vergangenen zwei Jahren gut hin. Die wichtigen Spiele am Schluss der Saisons gewannen wir immer. 

Was überwiegt denn nach diesem Umbruch: Aufbruchstimmung oder eine gewisse Anspannung?
Die Anspannung ist nur in dem Sinne vorhanden, dass wir uns freuen, dass es bald losgeht. Von einer Unsicherheit spüre ich nichts. Das Team hat sich gefunden, es funktioniert. Und wir bieten für viele Spielerinnen die Chance, sich im besten Licht ­zeigen zu können. 

Wie wichtig wäre ein guter Saisonstart?
Es ist natürlich eine Floskel, aber ein guter Saisonstart hilft. Sollte uns dieser nicht gelingen, verlieren wir das Ziel trotzdem nicht aus den Augen. Aber klar, wir wollen möglichst schnell punkten. Gegen wen, ist mir egal. 

Trotz einer schwierigen zweiten Hälfte machten die Floorball Riders letzte Saison einen Entwicklungsschritt. Was braucht es für den nächsten?
Konstanz. Wir müssen es hinbringen, immer ein gewisses ­Niveau zu erreichen. 

Wie schafft man das?
Es liegt an den Trainings. Trainieren wir unter der Woche viermal konzentriert und gut, ist es einfacher, einmal am Wochen­ende gut zu spielen. Darauf arbeiten wir als Team hin. 

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