Für den Fotografen soll sie als Symbol für den Aufstieg des FC Uster stehen. Es braucht allerdings einiges an Geduld. Immer und immer wieder fällt die so fein säuberlich drapierte Pyramide beim Shooting in sich zusammen, währenddessen Denis Dzepo daneben geduldig posiert und im nächsten Moment den davonrollenden Bällen nachjagt.
Es ist ein Verhalten, das FCU-Trainer Etienne Scholz auch auf dem Platz von seinem Angreifer fordert. «Bei einem Ballverlust ist Denis unser erster Verteidiger, der den Gegner anläuft und damit das Pressing auslöst», sagt er. Eigentlich ist es ja nicht die Lieblingsbeschäftigung des Vollblutstürmers. Und doch: «Sein Laufverhalten hat sich deutlich verbessert», lobt Scholz.
Das etwas andere Kompliment
Dzepo ist ein klassischer Neuner, ballsicher und wuchtig, gerade mit dem Rücken zum gegnerischen Gehäuse kommen seine Stärken zum Tragen. Und er ist einer, der nicht gerne auf die Flügel ausweicht.
«Denis ist grundsätzlich ein Egoist. Er will die Bälle nicht zum Training tragen, sondern sie ins Tor schiessen», sagt sein Trainer. Und um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Die Beschreibung von Scholz ist als Kompliment gedacht.

