Normalerweise steht sie um halb zwei Uhr auf. Um mitten in der Nacht im Keller auf der Rolle ihre erste Trainingseinheit des Tages zu absolvieren. Danach fährt die Weisslingerin zur Arbeit.
Das frühe Aufstehen kann sich Nicole Reist derzeit schenken. Die beste Ultracyclerin der Welt ist, rund zwei Wochen nachdem sie das über knapp 5000 Kilometer führende Race Across America (RAAM) bestritten hat, noch nicht in der Lage, auf dem Velo zu trainieren.
Wobei die Lust gross wäre: «Es zieht mich zurück.»
Seit Montag kann die Hochbautechnikerin immerhin wieder arbeiten. Allerdings nur Teilzeit, da sie nach ihrer in den USA zugezogenen Schambeinfraktur nicht stundenlang sitzen kann.
«Ich übe mich jetzt also in einer neuen Disziplin. Aber ich habe die Signale meines Körpers zu respektieren.»
Nicole Reist

