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Von Traumquoten und Kanterniederlagen

Was hat der beste Oberländer Knipser nicht verhindern können? Welches Team sammelte Gegentreffer im Übermass? Und welche Serie macht niemanden stolz? Hier sind die Antworten.

«Mister 50 Prozent» ist die Nummer 1 

In der letzten Meisterschaftsrunde drehte er so richtig auf. Gleich viermal traf Luca Graf daheim für den FC Kempttal gegen Kloten. Bitter für ihn und sein Team: Es reichte weder zum Sieg noch zum Ligaerhalt. 7:9 unterlagen die Kempttaler und müssen darum nach nur einer Saison zurück in die 4. Liga. An Grafs Treffsicherheit lag es mit Sicherheit nicht. Der erst 22-Jährige erzielte 20 Tore in ebensovielen Spielen. Graf war damit im Alleingang für die Hälfte der Kempttaler Offensivproduktion zuständig.

Mehr noch: «Mister 50 Prozent» ist auch der beste Oberländer Drittliga-Knipser. Graf liegt knapp vor dem Pfäffiker Timône Marques (19 Tore) und deutlich vor Jeric Lopez (FC Effretikon) und Raphael Bachmann (Uster), die beide zwölfmal trafen. Am unteren Ende der Skala stehen jene 97 Akteure aller Zürcher Drittligisten, die nur ein einziges Mal einen Ball im gegnerischen Gehäuse versenkten. Deren 13 spielen für ein Oberländer Team. 

Das Karussell ist kaum in Betrieb 

Vor drei Jahren war Flakon Halimi vom Regionalfussballportal fupa.net noch zum Trainer des Jahres gewählt worden. Im September 2021 war er der erste Coach eines Oberländer Drittligisten, der seinen Garderobenschlüssel abgeben musste. Der FC Effretikon ersetzte ihn durch Daniel Sousa. Der aber fand den Draht zur Mannschaft nicht, sodass der FCE im März tatsächlich das Karussell nochmals in Betrieb nahm. Und Alessandro Chiuso auf den Chefsessel setzte. An der enttäuschenden Saison der Effretiker änderte der zweimalige Wechsel allerdings nichts.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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