In einem ersten Schritt büffelte Kerstin Kündig einzelne Wörter. Als sich ab Januar abzeichnete, dass ihr Wunsch von einem Wechsel nach Dänemark in Erfüllung gehen könnte. Nach der Vertragsunterzeichnung bei Viborg HK intensivierte die Schweizer Nationalspielerin ihre Bemühungen, dänisch zu lernen, dann deutlich.
Der Grund dafür: Die Wetzikerin ist Spielmacherin. Und somit der verlängerte Arm des Trainers, wie Kündig sagt. Sie muss dessen Anweisungen verstehen. Die Kommunikation mit ihren Teamkolleginnen ist ebenfalls entscheidend.
Bei ihrem aktuellen Klub, dem Thüringer HC, ist die Teamsprache Englisch. Gleich 13 verschiedene Nationalitäten sind im Kader vereint. In Viborg aber ist Trainer Jakob Vestergaard ein Einheimischer. Zudem stehen überwiegend Däninnen auf dem Feld.
Die Schweizerin wird gar die einzige sein, die nicht aus Skandinavien kommt. «Es liegt also an mir, die Sprache zu sprechen.» Im Herbst beginnt für Kündig das neue Abenteuer. Sie freut sich enorm darauf und sagt: «Ich bin gespannt, wie es wird.»

