Samstags stehen meistens Treppensprints auf ihrem Trainingsprogramm. Die Freude daran dürfte begrenzt sein, sind solche doch hart und monoton.
Für einmal fand Fabienne Kocher unlängst aber eine Form mit erheblich grösserem Spassfaktor: Sie rannte vom Zürcher Stadtspital Triemli aus auf den Uetliberg. Die Olympiafünfte von Tokio hatte zu kämpfen, um nicht aufzugeben, musste ans Limit gehen.
«Genau diese Eigenschaften braucht man auch fürs Judo», sagt sie. «Und wenn man mal oben steht, ist es cool.»
Weit oben steht die 28-Jährige mittlerweile auch in ihrer Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm in der Weltrangliste. Kocher ist Fünfte. Sie packt den ersten Höhepunkt der Saison – die Europameisterschaften in Sofia – entsprechend ambitioniert an. Die Ansage vor ihrem Wettkampf am Freitag ist klar: «Ich will eine Medaille.»

