Die Zugpferde
Auf den breiten Schultern von Fabian Kindlimann (31), Roman Schnurrenberger (26) und Remo Ackermann (28) ruhen die grössten Oberländer Hoffnungen. Der Fischenthaler Kindlimann, dessen Onkel der zweifache Schwingerkönig Ernst Schläpfer ist, weist am meisten Routine auf. Und ist als 45-facher Kranzgewinner auch der Erfolgreichste des Trios.
Es wäre nicht überraschend gewesen, hätte der immer wieder von gesundheitlichen Problemen geplagte Eidgenosse den Rücktritt erklärt. Doch Kindlimann, der als einer der unbequemsten Gegner gilt, ist weiterhin motiviert. Er dürfte seine Kranzsammlung heuer vergrössern. Wie der Sternenberger Roman Schnurrenberger, der die Erfahrung von vier eidgenössischen Anlässen aufweist und bisher 17 Kränze gewonnen hat.
Eine Doppelrolle bekleidet derweil Remo Ackermann. Er ist nicht nur Schwinger, sondern auch technischer Leiter. Er habe neuen Wind hinein gebracht, lobt Daniel Spörri. Der Präsident attestiert Ackermann viel Flair für die Position des Trainers und sieht in ihm ein glaubwürdiges Vorbild für die Jungen. «Er hat die Schwinger im Griff und kann sie motivieren.»
Probleme aufgrund der Doppelrolle sieht Spörri keine. Allenfalls könne ein technischer Leiter, der selber nicht mehr schwinge, die Athleten an Festen vielleicht etwas enger betreuen. Ackermann schaut zwischen seinen Gängen aber ebenfalls die Einsätze der Teamkollegen an. «Remo braucht nach einem Kampf nur ganz kurz, um sich zu sortieren.»

