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Laupen muss von innen wachsen

Die Saison der Laupner Frauen hat wieder ohne Sieg in den Playoffs geendet. Trainer Yves Kempf sagt aber: «Wir waren noch nie näher.»

Bleibt sie beim UHC Laupen? Laura Bertini (rechts) hat ihre sportliche Zukunft noch nicht geklärt.

Archivfoto: Robert Pfiffner

Laupen muss von innen wachsen

Das letzte Tor der Laupner Saison erzielte Chiara Bertini. Sie stammt aus dem Nachwuchs der Oberländer NLA-Frauen, traf am Sonntag aber für Gegner Kloten-Dietlikon Jets, bei dem die 20-Jährige seit dieser Saison spielt.

Bertini setzte mit dem 5:0 den Schlusspunkt hinter die vierte Viertelfinalpartie. Und auch gleich die Serie. Für den UHC Laupen ist die Meisterschaft vorbei. Er verlor gegen den Titelverteidiger viermal hintereinander – zuletzt zweimal zu null.  

An Chancen mangelte es nicht. Das zeigt allein die Tatsache, dass Jets-Goalie Monika Schmid nach der vierten Partie als beste Spielerin ausgezeichnet wurde. «Wir hätten wohl noch drei weitere Drittel spielen können und nicht getroffen», nimmt es Laupens-Trainer Yves Kempf mit Galgenhumor. Dann wird er grundsätzlich: «Wir haben zuwenig Skorerinnen.»

Und wenn wie in den Playoffs die drei erfolgreichsten Stürmerinnen der Qualifikation – Vanessa Kapp, Hanka Lackova und Viviane Manser – Ladehemmungen haben, wird es noch schwieriger. Die fehlende Kaltblütigkeit – sie ist ein Dauerthema.

Die Laupnerin Hanka Lackova blieb in den Playoffs ohne Torerfolg.

Nach dem 0:4 gegen die deutlich besser besetzten Unterländerinnen geht für die Laupnerinnen das Warten auf den ersten Sieg in den Playoffs weiter. Seit ihrem Aufstieg 2018 haben sie in diesen nun 13 Mal am Stück verloren.

Kempf sieht trotz den jüngsten vier Niederlagen (1:5, 3:6, 0:8, 0:5) Fortschritte. «Mit drei der vier Spiele bin ich zufrieden. Wir waren noch nie näher an einem Sieg in den Playoffs.» 

Das Zünglein an der Waage 

Phasenweise vermochte Laupen den Favoriten zu ärgern. Um ein Spitzenteam wie die Jets in einem wichtigen Spiel schlagen zu können, muss aber der nächste Entwicklungsschritt folgen.

Da der UHC Laupen weder finanziell noch von der sportlichen Perspektive her in der Lage ist, auswärtige Leistungsträgerinnen zu verpflichten, wäre es wichtig, dass er zumindest das Team zusammenhalten kann. Kempf sagt: «Wir müssen zusammenbleiben, müssen gemeinsam wachsen.» 

Die vergangene Saison habe ihm viel Freude bereitet, sagt er. Kempf lobt, die Moral sei immer intakt geblieben. Die gute Stimmung innerhalb der Equipe sieht er als grossen Pluspunkt. Nach fünf Runden punktlos am Tabellenende, kämpfte sich das anfänglich von Verletzungen arg gebeutelte Team über den Strich zurück. 

Für den Trainer der Beweis, «dass hier etwas möglich ist». Die Qualifikation beendete Laupen an 8. Stelle.

Kempf bleibt an Bord. Mündlich hat er seine Zusage für ein weiteres Jahr gegeben. Einen schriftlichen Vertrag hat er mit dem Verein schon seit längerem keinen mehr gehabt. «Aber das ist auch okay.»

Und es sieht gut aus, dass sein Wunsch nach Kontinuität in Erfüllung geht. Fast alle wichtigen Spielerinnen wie Topskorerin Kapp oder Yara Hofmann haben die Verträge verlängert.

Nur ein Trio hat die Zukunft noch nicht geklärt. Darunter Hanka Lackova (33), die sich schon einmal aus der Nationalliga verabschiedet hatte, ehe sie vor zwei Jahren bei Laupen wieder einstieg.

«Sie kann das Zünglein an der Waage sein für die Stabilität.»
Yves Kempf, Trainer UHC Laupen

Offen ist auch, ob die Schwester von Jets-Spielerin Chiara Bertini bleibt. Laura Bertini wird im Herbst erst 17. Ihre Qualitäten aber sind unbestritten.

Kempf schwärmt in höchsten Tönen von ihr. Und hofft auf einen Verbleib des Talents. Er ist sicher: «Sie kann das Zünglein an der Waage sein für die Stabilität.»

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