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Die Wetziker Aufstiegsträume sind geplatzt

Der Final ist entschieden: Der EHC Wetzikon unterliegt in Frauenfeld 0:5 und verliert die Finalserie 1:3.

Grenzenlose Leere: Dennis Urech (links) und Teamkollege Denis Vrabec nach Spielschluss., Luzi Schneider (Mitte) mag nicht hinsehen, wie die Frauenfelder feiern. , Ein schwieriger Gang: Die Wetziker gratulieren Gewinner Frauenfeld., Leidet mit: EHCW-Sportchef Diego Piceci (Mitte).

Foto: Roger Hofstetter

Die Wetziker Aufstiegsträume sind geplatzt

Der EHC Wetzikon spielt auch nächste Saison in der 1. Liga. Seine Aufstiegsträume platzten am frühen Samstagabend in Frauenfeld. Das Team von Christian Modes unterlag im Thurgau 0:5, die Best-of-5-Serie endet aus Sicht des EHCW 1:3.

Bis rund zwölf Minuten vor Schluss durften die Oberländer beim Stand von 0:1 darauf hoffen, mit einem Sieg doch noch eine «Belle» zu erzwingen. Dann aber unterliefen ihnen in kurzer Folge zwei grobe Fehler, die Frauenfeld rigoros ausnutzte.

Andrej Schläppi profitierte von einem missglückten Querpass von Luzi Schneider an der blauen Linie des Heimteams, lief auf und davon und erzielte das wegweisende zweite Tor. Nicht einmal fünf Minuten später verloren die Wetziker in Unterzahl im eigenen Drittel die Scheibe – Fabian Schumann liess sich nicht zweimal bitten. 

Damit war der Mist geführt, der Rest war Zugabe. Die Wetziker riskierten danach alles, gegen die abgezockten Frauenfelder zurück in die Partie zu kommen, war aber unmöglich. Sie blieben gar ohne Torerfolg. «Wir hätten wohl noch fünf Stunden weiterspielen können, es wäre keine reingefallen», sagte Trainer Christian Modes. «Und wenn man kein Tor schiesst, wird es schwierig.»

Zu wenig aus dem Start gemacht

So endet eine mehrheitlich sehr ausgeglichene Finalserie mit einer grossen Enttäuschung für den EHCW. Er startete mit einem 2:0-Erfolg daheim perfekt, machte danach aber aus seinen Möglichkeiten viel zu wenig.

Auch die folgenden drei Partien waren jeweils bis in Schlussdrittel hinaus offen, immer aber behielten die Frauenfelder letztlich die Oberhand. Ein Zufall ist das nicht. Sie wirkten in den entscheidenden Momenten frischer, machten weniger Fehler und wiesen sicher die grössere Tiefe im Kader auf als die Wetziker.

Dem EHCW – der am Samstag in Frauenfeld auf seinen wichtigsten Center Brent Buchmüller verzichten musste – gelangen in vier Spielen lediglich fünf Treffer. Das ist schlicht zu wenig. 

Im vierten Final-Duell mussten die Wetziker einen ruppigen Start verdauen. Nach 124 Sekunden fasste Aggressivleader Robin Meier bereits eine Strafe für Behinderung. Wobei der Frauenfelder bei Meiers Check theatralisch fiel, was den rund 40 m entfernt stehenden  Schiedsrichter durchaus beeinflusst habe dürfte.

Weil sich die Gäste im Boxplay nicht sehr lange erfolgreich wehren konnten, lagen sie schon nach drei Minuten in Rückstand. Nur kurz darauf folgte die zweite Strafe des EHCW. Diese überstand er zwar, aber die Oberländer brachten gegen die mit der Führung im Rücken schwungvoll auftretenden Frauenfelder auch in der Folge vorerst nur wenig zustande.

Die besten zwei Ausgleichschancen erarbeitete sich das Team von Modes erst in der Schlussphase des ersten Abschnitts. Doch konnten Denis Vrabec und Meier eine 2-gegen-1-Situation nicht nutzen. In der 19. Minute scheiterte Gian Andrea Thöny dann mit einem Penalty.

Der Playoff-Topskorer war einmal mehr der grosse Wetziker Aktivposten in der Offensive, verpasste allerdings auch immer mal wieder, für einen besser postierten Mitspieler aufzulegen. Nach 35 Minuten kam Thöny erneut zu einer Grosschance.

Es wäre noch immer das 1:1 gewesen, denn obwohl beide Mannschaften in der Zwischenzeit zahlreiche Möglichkeiten gehabt hatten, waren keine weitere Tore gefallen.

Der Pfosten hilft Styger

Zu Beginn des zweiten Abschnitts verpassten die Thurgauer mehrfach das zweite Tor, ab Spielhälfte kamen die Oberländer deutlich besser in die Partie. Nun spielten sie druckvoller nach vorne. Und tauchten nicht mehr nur tröpfchenweise vor dem gegnerischen Tor auf, sondern waren häufig präsent. «Wir hatten genügend Chancen», fand Modes hernach.

Doch im Abschluss happerte es. Bis auf einmal, doch da rettete nach einem Abschluss von Dennis Urech der Pfosten für den in dieser Szene machtlosen Frauenfeld-Keeper Daniel Styger.

Den Wetzikern blieb dennoch lange die Hoffnung auf eine Wende. Weil ihr Keeper Justin Gianola weiterhin stark spielte. Und Frauenfeld liederlich mit seinen Torchancen umging. Spätestens nach dem 0:3 in der 53. Minute war den Gästen wohl aber klar, dass das Eis als Verlierer verlassen würden. 

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