Donnerstagabend, kurz nach halb elf. Die Stimmung in den Katakomben der Wetziker Eishalle ist gedämpft. Kaum ein Wort ist zu hören.
Ab und zu tritt ein Spieler des EHC Wetzikon ans kleine Buffet, das im Gang aufgebaut worden ist, schaufelt Chicken Nuggets und Beilagen auf den Teller. Dann verschwindet er wieder in der Kabine.
Die Enttäuschung nach dem 1:3 im dritten Finalspiel gegen Frauenfeld ist hier unten fast greifbar. Mit der zweiten Niederlage innert zwei Tagen hat sich der Oberländer Erstligist in eine schwierige Lage manövriert. Er muss heute Samstag im Thurgau gewinnen. Sonst sind die Aufstiegsträume in die höchste Amateurliga MSL geplatzt.
1:2 liegen die Wetziker in der Best-of-5-Serie der zwei besten Ostschweizer Mannschaften zurück. Sie haben es verpasst, am idealen Auftakt anzuknüpfen, bei dem sie dem routinierten Gegner beim 2:0 nicht einmal einen Torerfolg zugestanden.
«Wir müssen einfach die Bereitschaft haben, von der ersten bis zur letzten Sekunde mit Feuer zu spielen.»
Diego Piceci, Sportchef EHC Wetzikon

