Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Sport

Wetzikon kommt vom rechten Weg ab

Der EHC Wetzikon verliert in Frauenfeld 2:4 und muss in der Finalserie den 1:1-Ausgleich hinnehmen.

Den Frauenfelder Gegenspieler abgeschüttelt: Der Wetziker Stürmer Lars Mathis zieht ab.

Foto: Christian Merz

Wetzikon kommt vom rechten Weg ab

Zwei Drittel lang hielt sich der EHC Wetzikon die Möglichkeit offen, in der Finalserie gegen Frauenfeld auf 2:0 vorzulegen. 2:2 stand es zwischen den spielstärksten Mannschaften der Erstliga-Ostgruppe zur zweiten Pause nach einer mehrheitlich ausgeglichenen Partie im Thurgau.

Doch in den ersten zehn Minuten des Schlussabschnitts hatten die Gäste nur noch wenig zu bestellen. Diese Phase gehörte klar den routinierten Frauenfeldern, die sich nochmals steigern konnten. Innert sieben Minuten kassierte der nun zu passiv agierende und vor allem mit Abwehrarbeit beschäftigte EHCW zwei Gegentreffer.

Auf diese fand er keine Antwort mehr. 2:4 verloren die Oberländer vor rund 500 Zuschauern in Frauenfeld. In der Best-of-5-Serie steht es jetzt 1:1 – am Donnerstag folgt das nächste Spiel in Wetzikon.

«Frauenfeld legte Schritt für Schritt einen Zacken zu.»
Christian Modes, Trainer EHC Wetzikon

Dass die Wetziker zuhause nicht schon den ersten Matchpuck haben, müssen sie sich ein Stück weit auch selber zuschreiben. Klar, die Thurgauer spielten besser als zum Finalauftakt. Sie erarbeiteten sich viel mehr Torchancen als noch am Samstag. Doch lange lief die Partie dennoch für den EHC Wetzikon, dem ein perfekter Start gelang.

Gleich sein erstes Powerplay in der 3. Minute verwertete er. Notabene unter Mithilfe von Goalie Daniel Styger, der den Abschluss von Gian Andrea Thöny nicht stoppen konnte. Im zweiten Abschnitt hatten die zwischenzeitlich stark spielenden Wetziker dann mehrfach die Möglichkeit, auf 3:1 zu erhöhen. Es wäre allenfalls eine wegweisende Führung gewesen.

Doch dem EHCW fehlte in jener Phase die nötige Kaltblütigkeit. Dazu agierte er im Aufbau gesamthaft gesehen zu fehlerhaft. Und war letztlich zu undiszipliniert, was sich in acht kleinen Strafen niederschlug. 

Die Wette des Trainers

«Am Anfang waren wir besser», bilanzierte Christian Modes. «Frauenfeld legte dann aber Schritt für Schritt einen Zacken zu», anerkannte der EHCW-Trainer die Steigerung des Gegners.

«Schade», fand Modes und sagte, er wette darauf, dass jedes Spiel dieser Serie ähnlich verlaufe: «Auf Messers Schneide.» 

Was auffällig war: Die Gäste wurden immer wieder auf den Aussenbahnen überlaufen. So auch beim 1:1-Ausgleich in der 12. Minute, als Fabian Schumann seinen Tempoüberschuss mitnahm, unwiderstehlich in die Mitte zog und den Vorstoss mit einem Treffer vollendete.

Derselbe Spieler ermöglichte es den Wetzikern aber nur kurz darauf, wieder in Führung zu gehen. Sein unnötiges Foul in der Mittelzone brachte ihn in die Kühlbox. Und der EHCW nützte den Vorteil aus – mit Hilfe des Heimteams. Denn Schumanns Teamkollegen wurden zu übermütig. Sie rückten zu weit auf, sodass die Oberländer zu einem Konter kamen, den Thöny mit einem trockenen Schuss abschloss. 

Viele Chancen, aber kein Tor

Die Wetziker hatten in der Folge zahlreiche Chancen, das dritte Tor zu erzielen. Vor allem zu Beginn des Mittelabschnitts, als zweimal Nico Alena und einmal  Denis Vrabec aus besten Positionen ihre Möglichkeiten vergaben. Und dann auch kurz nach Spielmitte, als Topskorer Thöny zweimal aus aussichtsreichster Position scheiterte.

Als die Wetziker erstmals in diesem Spiel in Unterzahl agieren mussten, war der knappe Vorsprung aber schnell wieder weg. Nur 20 Sekunden brauchten die Frauenfelder, um das 2:2 (27.) zu erzielen.

Der EHCW zeigte am Dienstag lange eine durchaus gelungene Leistung. Aber die Defensivarbeit war bei weitem nicht mehr so gut wie noch im ersten Spiel. Schon im zweiten Drittel gerieten die Wetziker kurzzeitig arg unter Druck. Zu Beginn des Schlussabschnitts mussten sie dann Angriffswelle um Angriffswelle auf sich zurollen lassen.

«Da bin ich kurz erschrocken», gab Modes hinterher zu. Es war denn auch nur eine Frage der Zeit, bis die nun überlegenen Frauenfelder daraus Profit schlagen würden.

Hier noch der Liveticker von Kollege Florian Bolli zum nachlesen:
Wetzikon verliert das zweite Finalspiel

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns