Laupen steht vor einer unlösbaren Aufgabe
Die Kloten-Dietlikon Jets waren der erste Gegner zum Meisterschaftsauftakt. Und sie dürften auch der letzte sein.
Denn man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Chancen der Laupner NLA-Frauen, die am Samstag beginnenden Playoff-Viertelfinals gegen die Unterländerinnen zu überstehen, sind verschwindend klein. Zu gross dürfte der Klassenunterschied sein.
Auf die Statistik kann das Team von Yves Kempf ebenfalls nicht bauen. Seit die Oberländerinnen 2018 in die höchste Liga aufstiegen, haben sie zwar immer die Playoffs erreicht. Eine Partie aber haben sie in diesen noch nie gewonnen. Neun Spiele mit neun Niederlagen und einer Tordifferenz von 15:74 lautet die trübe Bilanz.
Die Aufgaben waren allerdings auch immer maximal schwierig: Laupen musste bisher jedes Mal gegen den Qualifikationssieger ran.
Daran ändert sich heuer nichts. Die Jets haben sich nicht nur haarscharf die beste Ausganglage für die Playoffs gesichert, sie sind auch Titelverteidiger und haben am Wochenende mit ihrem zehnten Cup-Sieg zusätzlich viel Selbstvertrauen getankt.
Immerhin: Der Druck ist sehr einseitig verteilt. Die Laupnerinnen haben das Saisonziel – den Ligaerhalt – bereits erreicht und können unbeschwert aufspielen. Aber ob das reicht, zumindest die eine oder andere Partie der Best-of-7-Serie für sich zu entscheiden?
Die Piranhas gekitzelt
«Wir sind schon zu haben, mal die ganz Grossen zu schlagen», hat Verteidigerin Corina Keller im Podcast «Starting Six» gesagt. Sie weiss allerdings auch: «Es ist ein weiter Weg.»
Nimmt man die zwei Qualifikationsduelle gegen die Kloten-Dietlikon Jets (1:11 und 4:13) als Massstab, trennen die zwei Equipen jedenfalls Welten. Vielleicht vermitteln die zwei klaren Resultate aber auch ein falsches Bild.
Unlängst hat der UHC Laupen Spitzenteam Piranha Chur (3.) zweimal stark gefordert. Beim 5:6 nach Verlängerung belohnten sich die Laupnerinnen dafür mit einem Punkt – und tankten so Mut für die «unlösbare» Aufgabe gegen die Jets.
