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Wetzikon erkämpft sich den Ausgleich

Der EHC Wetzikon hat in der Halbfinal-Serie gegen Bellinzona zum 1:1 ausgeglichen. Die Wetziker setzten sich im Tessin nach einem engen Spiel 4:2 durch.

Was für ein Auftritt: Gian Andrea Thöny (rechts) hatte bei allen Wetziker Toren den Stock im Spiel.

Archivfoto: Christian Merz

Wetzikon erkämpft sich den Ausgleich

Knapp fünf Minuten vor Schluss erlöste Nils Berni den EHC Wetzikon in Bellinzona. Der Stürmer verwertete einen perfekten Querpass von Gian Andrea Thöny zum 4:2. Dabei blieb es. Mit dem hart erkämpften Erfolg im Tessin glich der Oberländer Erstligist in den Playoff-Halbfinals (best-of-5) zum 1:1 aus. 

Es war letztlich ein Sieg des Willens für das Team von Christian Modes, das im bisweilen hitzigen zweiten Duell gegen den Qualifikationsachten stark begann. Im letzten Abschnitt und mit dem knappen Vorsprung im Rücken aber war der EHCW vorwiegend mit Verteidigungsarbeit beschäftigt und kam nur noch zu wenigen Entlastungsangriffen.

Zwei Spieler ragten auf Wetziker Seite heraus: Goalie Justin Gianola sowie Thöny. Der Stürmer war an allen vier Gäste-Toren beteiligt. 

Die schnelle Führung

Nachdem er im Startspiel zu zaghaft aufgetreten und dafür prompt bestraft worden war, zeigte sich der EHC Wetzikon am Donnerstag von Beginn weg hellwach und spielte schnörkellos nach vorne. Sein Lohn dafür – eine schnelle 2:0-Führung.

Zweimal war die erste Sturmlinie erfolgreich, beide Male nach einem Konter. Erst schloss Brent Buchmüller eine 2-gegen-1-Situation mit dem Führungstreffer ab, indem der Center selber schoss, anstatt wie vom Tessiner Verteidiger erwartet den Querpass zu spielen. Knapp vier Minuten später erhöhte Thöny mit einem «Buebetrickli» auf 2:0. 

In der Folge verpassten die Gäste bereits im Startdrittel gleich mehrfach das dritte Tor. Zweimal davon gar in Unterzahl, in der die Wetziker sich nicht etwa zurückzogen, sondern ebenfalls jeden Puckgewinn zu einem Gegenangriff nutzten.

«Wichtig ist, dass wir von Anfang an aggressiv auftreten», hatte Trainer Modes gefordert. Genau das machte seine Mannschaft. Und beschäftigte mit dem forschen Auftritt die Tessiner deutlich mehr als noch im ersten Aufeinandertreffen. Der EHCW trat in Bellinzona wie ein Team auf, dass unbedingt gewinnen will.

Doch mit ein paar Strafen zu viel stoppte er seinen Lauf in der Schlussphase des Startdrittels gleich selber wieder. Die Gäste überstanden in dieser Phase eine doppelte Unterzahl schadlos ebenso wie den Beginn des Mitteldrittels, in dem das Heimteam bestimmend war und zu einigen Grosschancen kam.

EHCW-Goalie Gianola wehrte sich auch danach lange erfolgreich, musste sich bis zur zweiten Pause dennoch zweimal geschlagen geben, wobei er am 2:3 (40.) mit einem missglückten Ausflug mitschuldig war.

Kurz zuvor hatte Thöny im Powerplay für den EHCW getroffen. Diese knappe Führung verteidigten die Gäste in der Folge leidenschaftlich und auch mit etwas Glück, ehe Berni wenige Minuten vor Schluss das Zittern beendete. 

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