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Riders greifen nach dem Rettungsring

Jetzt gilt es ernst: Die Floorball Riders kämpfen in den Playouts gegen Frauenfeld um den Ligaerhalt. Die Vorteile liegen bei den Oberländerinnen.

Dasselbe Playout-Duell wie im Vorjahr: Die Floorball Riders (Lisa Devenoge, links) treffen erneut auf Frauenfeld. , Riders-Stürmerin Annina Faisst (Mitte) wird von mehreren Seiten unter Druck gesetzt., Auf den Schultern von Topskorerin Hana Polakova lastet viel Gewicht - sie muss liefern.

Foto: Floorball Riders

Riders greifen nach dem Rettungsring

Zwischenzeitlich war der Blick auf die Tabelle für die Floorball Riders Dürntnen-Bubikon-Rüti überaus erfreulich. Nach ein paar Runden lagen die Oberländerinnen in ihrer zweiten NLA-Saison nach dem Aufstieg auf dem 7. Platz. Und hielten im Kampf um den Playoff-Einzug gute Karten in den Händen.

Sport­chefin Sarah Altwegg ­warnte aber schon damals vor Träumereien. «Es ist noch nichts erreicht. Wir müssen dranbleiben.»

Sie behielt letztlich recht. Eine enttäuschende zweite Meisterschaftshälfte später stehen die Floorball Riders am selben Punkt wie im Vorjahr: Sie treffen ab Sonntag in den Playouts auf Frauenfeld.

Der Gegner ist derselbe, im Unterschied zur vergangenen Saison aber gibt es heuer einen Absteiger aus der höchsten Liga. Das sorgt für Druck, obwohl der Playout-Verlierer nicht direkt absteigt, sondern mit den Auf-/Abstiegsplayoffs gegen den NLB-­Meister einen weiteren Rettungsring zur Verfügung hat.

Auf jenen wollen die Riders selbstredend nicht zurückgreifen müssen. Ihr Ziel ist es, die Saison möglichst schnell auf positive Art zu be­enden – sprich die Best-of-7-Serie gegen Frauenfeld zu gewinnen. 

Unruhe beim Gegner

Die Oberländerinnen halten dafür alleweil die besseren Karten in den Händen als der Gegner. Sie haben mehr Substanz im Kader, beginnen als Qualifikationsneunte mit einem Heimspiel, verfügen über ein starkes Boxplay und das klar bessere Power­play.

Und im Gegensatz zu Frauen­feld konnten sie sich in aller Ruhe auf die entscheidenden Spiele vorbereiten. Die Thurgauerinnen trennten sich vergangene Woche von Headcoach Felix Coray – wegen unterschiedlicher Vorstellungen, wie der Klub mitteilte. 

16 Niederlagen hinterein­ander kassierten die Frauenfelderinnen in der Qualifikation, die sie abgeschlagen auf dem ­letzten Platz beendeten. Den einzigen Sieg feierte das Schlusslicht kürzlich ausgerechnet gegen die Riders – auf diese Art von Motivationshilfe hätten diese mit Sicherheit liebend gerne verzichtet. Zudem war das krasse 1:22 gegen die Kloten-Dietlikon Jets in der finalen Runde nicht die perfekte Einstimmung für die kommenden Aufgaben.

Vielleicht war es für das Team von Trainer Florian Fauser aber auch ein Weckruf zur richtigen Zeit. Denn klar ist: Die Riders müssen sich gegenüber den letzten fünf Spielen steigern, in denen sie lauter Niederlagen kassierten. Offensiv herrschte dabei Ebbe – nur beim 2:4 gegen Frauen­feld gelang dem Team überhaupt mehr als ein Treffer.

Die Riders haben in ihren Reihen zwar Hana Polakova, mit 20 Treffern die ligaweit zweitbeste ­Torschützin. Neben ihr, Annina Faisst und Iris Brünn weist al­lerdings keine Riders-Spielerin ­einen zweistelligen Punktewert auf. Das zeigt die Abhängigkeit von diesem Trio. 

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