Riders greifen nach dem Rettungsring
Zwischenzeitlich war der Blick auf die Tabelle für die Floorball Riders Dürntnen-Bubikon-Rüti überaus erfreulich. Nach ein paar Runden lagen die Oberländerinnen in ihrer zweiten NLA-Saison nach dem Aufstieg auf dem 7. Platz. Und hielten im Kampf um den Playoff-Einzug gute Karten in den Händen.
Sportchefin Sarah Altwegg warnte aber schon damals vor Träumereien. «Es ist noch nichts erreicht. Wir müssen dranbleiben.»
Sie behielt letztlich recht. Eine enttäuschende zweite Meisterschaftshälfte später stehen die Floorball Riders am selben Punkt wie im Vorjahr: Sie treffen ab Sonntag in den Playouts auf Frauenfeld.
Der Gegner ist derselbe, im Unterschied zur vergangenen Saison aber gibt es heuer einen Absteiger aus der höchsten Liga. Das sorgt für Druck, obwohl der Playout-Verlierer nicht direkt absteigt, sondern mit den Auf-/Abstiegsplayoffs gegen den NLB-Meister einen weiteren Rettungsring zur Verfügung hat.
Auf jenen wollen die Riders selbstredend nicht zurückgreifen müssen. Ihr Ziel ist es, die Saison möglichst schnell auf positive Art zu beenden – sprich die Best-of-7-Serie gegen Frauenfeld zu gewinnen.
Unruhe beim Gegner
Die Oberländerinnen halten dafür alleweil die besseren Karten in den Händen als der Gegner. Sie haben mehr Substanz im Kader, beginnen als Qualifikationsneunte mit einem Heimspiel, verfügen über ein starkes Boxplay und das klar bessere Powerplay.
Und im Gegensatz zu Frauenfeld konnten sie sich in aller Ruhe auf die entscheidenden Spiele vorbereiten. Die Thurgauerinnen trennten sich vergangene Woche von Headcoach Felix Coray – wegen unterschiedlicher Vorstellungen, wie der Klub mitteilte.
16 Niederlagen hintereinander kassierten die Frauenfelderinnen in der Qualifikation, die sie abgeschlagen auf dem letzten Platz beendeten. Den einzigen Sieg feierte das Schlusslicht kürzlich ausgerechnet gegen die Riders – auf diese Art von Motivationshilfe hätten diese mit Sicherheit liebend gerne verzichtet. Zudem war das krasse 1:22 gegen die Kloten-Dietlikon Jets in der finalen Runde nicht die perfekte Einstimmung für die kommenden Aufgaben.
Vielleicht war es für das Team von Trainer Florian Fauser aber auch ein Weckruf zur richtigen Zeit. Denn klar ist: Die Riders müssen sich gegenüber den letzten fünf Spielen steigern, in denen sie lauter Niederlagen kassierten. Offensiv herrschte dabei Ebbe – nur beim 2:4 gegen Frauenfeld gelang dem Team überhaupt mehr als ein Treffer.
Die Riders haben in ihren Reihen zwar Hana Polakova, mit 20 Treffern die ligaweit zweitbeste Torschützin. Neben ihr, Annina Faisst und Iris Brünn weist allerdings keine Riders-Spielerin einen zweistelligen Punktewert auf. Das zeigt die Abhängigkeit von diesem Trio.
