Für den Massenstart der Top 30 am Freitag hat sich Sebastian Stalder nicht qualifizieren können. Dafür hätte es dem 24-jährigen Walder bei seiner Olympiapremiere aber auch «extrem gut» laufen müssen, wie er vor den Winterspielen in Peking sagte. Stalder kann es verschmerzen. Er hat die Erwartungen in China erfüllt. Sein persönliches Highlight dabei: Der 27. Platz im Sprint.
Sie haben in Peking fünf Rennen absolviert, bei zwei Einzelstarts waren Sie bester Schweizer. Wie fällt Ihre Bilanz aus?
Sebastian Stalder: Im grossen und ganzen kann ich zufrieden sein. Es kam fast das heraus, was ich mir vorgenommen hatte – also Ränge zwischen 20 und 40.
In welchem Rennen gelang Ihnen die beste Leistung?
Sicher im Sprint. Mit dem Schiessen bin ich zufrieden und auch in der Loipe war die Leistung nicht schlecht. Ich vermochte die Pace einigermassen durchzuziehen. Das gelang mir sonst nicht. Da brach ich hinten hinaus öfters ein. Entweder weil ich zu wenig gut in Form war oder die Verhältnisse zu langsam waren.
Wie ist letzteres zu verstehen?
Der Schnee ist extrem kalt. Er liegt seit Monaten da. Er ist tot, das hört man sogar. Er knirscht stark, ist brutal langsam. Ich verliere bereits bei schnellen Verhältnissen in der Loipe gegenüber starken Läufern Zeit. Die drückten hier in China einfach durch, sodass mein Rückstand noch deutlicher wurde.
Zum Auftakt holten Sie mit der Mixed-Staffel ein Diplom. Wie gewichten Sie den 8. Rang?
Es ist schön, ein Diplom gewonnen zu haben. Aber nebensächlich. Ein Diplom im Einzel – das ist hoch zu gewichten.

