Wetzikon ringt Burgdorf nieder
Der EHC Wetzikon hat in den Playoff-Viertelfinals (Best-of-5) gegen Burgdorf vorgelegt. Der Oberländer Erstligist musste sich den Heimerfolg aber hart erkämpfen. Die favorisierten Wetziker bezwangen die hartnäckigen Emmentaler 2:1 nach Penaltyschiessen.
Zu Beginn der Verlängerung hatte das Heimteam gleich zweimal den Pfosten getroffen und die Entscheidung so verpasst. Kurz vor Ablauf der Overtime mussten die Wetziker sich dafür 50 Sekunden lang in doppelter Unterzahl wehren, retteten sich aber ins Penaltyschiessen, wo sie sich letztlich den Sieg doch noch sicherten.
«Was für ein Geduldsspiel. Wir sahen zwei super Torhüter, hatten viele Chancen, ich denke, unser Sieg ist verdient», sagte EHCW-Trainer Christian Modes. «Ich bin mächtig stolz auf diese Mannschaft.»
Die Dominanz bringt nichts
«Wir sollten nicht in Rückstand geraten», hatte Modes vor der Partie gesagt. Genau das aber passierte seiner Mannschaft. Allerdings völlig entgegen dem Spielverlauf. Und nachdem die Emmentaler in den ersten zwölf Minuten keinen einzigen Schuss aufs Tor des Heimteams abgegeben hatten.
Die Wetziker dominierten in der Startphase klar. Sie waren läuferisch und spielerisch überlegen, machten gegen den bisweilen ruppig einsteigenden Gegner aber nichts Zählbares daraus. Und als der EHC Wetzikon in der 13. Minute in Unterzahl agieren musste, geriet er prompt in Rückstand.
Immerhin mussten die Oberländer dem 0:1 nicht allzu lange nachrennen. Kurz nach Beginn des zweiten Drittels glich EHCW-Topskorer Brent Buchmüller aus – in Unterzahl.
Der 27-jährige Center eroberte den Puck, zog alleine los und verwertete den Vorstoss mit einem Abschluss über die Fanghand des Gästegoalies souverän zum 1:1. Schon beim einzigen Qualifikationsduell der zwei Teams hatte Buchmüller in Unterzahl getroffen – notabene gleich zweimal.
Die logische Konsequenz: Penaltyschiessen
Eine Initialzündung für den Favoriten war dieser Treffer indes nicht. Manuel Laimbacher vergab in demselben Boxplay zwar noch eine grosse Möglichkeit zur Führung. In der Folge aber neutralisierten sich die zwei Mannschaften mehrheitlich.
Der EHCW war sichtlich bemüht, der Begegnung den Stempel aufzudrücken, die Burgdorfer aber standen defensiv gut. Torchancen waren Mangelware.
Die logische Konsequenz daraus war, dass die Partie in die Verlängerung ging. Und weil auch da keine Entscheidung fiel, brachte erst das Penaltyschiessen den Sieger hervor.
