Wann sie letztmals so viele Tage hintereinander nicht mehr auf dem Schlitten sass? Natalie Maag kann sich nicht daran erinnern. Aber es ist mit Sicherheit lange her.
In den vergangenen drei Monaten war die Wernetshauserin ständig auf Achse, das Weltcup-Programm mit neun Stationen in sechs Ländern dicht. Die einwöchige Pause vor dem Abflug nach Asien genoss die einzige Schweizer Toprodlerin darum – trotz freiwilliger Isolation.
Endlich hatte sie wieder einmal viel Zeit für alltägliche Dinge. Wie Wäsche zu machen, lange mit Freundinnen zu telefonieren oder «einfach ein wenig rumzuhängen».
Die ruhigen Tage gehören mittlerweile der Vergangenheit an. Seit Ende letzter Woche weilt Maag in China. Die 24-Jährige feiert da ihre Olympia-Premiere. Ohne besonders angespannt zu sein.
Maag wusste sehr genau, was in Yanqing, rund 70 km nordwestlich von Peking, auf sie zukommt. Schliesslich ist sie zum bereits dritten Mal da und erblasst beim Anblick der gigantischen Anlage nicht mehr.

