Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Sport

Jetzt kann sie jeden Lauf geniessen

Natalie Maag tritt nach einer lange enttäuschenden Saison befreit zum Weltcup-Final in St. Moritz an. Ihr Fokus liegt dabei schon auf Olympia.

Natalie Maag kennt die Bahn in St. Moritz so gut wie kaum eine ihrer Konkurrentinnen.

Foto: Keystone

Jetzt kann sie jeden Lauf geniessen

Es ist ein besonderes Rennwochenende für Natalie Maag. Auf der für sie «schönsten Bahn der Welt», die sie besser kennt als alle ihre Konkurrentinnen. Der Anlass in St. Moritz ist dreierlei: das Weltcup-Final, das zugleich als EM gewertet wird, sowie die Olympia-Hauptprobe.

Maag hat mit der Selektion für die Olympischen Spiele in Peking ihr grosses Saisonziel erreicht. Die Wernetshauserin sagt darum mit Blick auf den Heim-Weltcup: «Ich kann jeden Lauf geniessen.»

Die einzige Schweizer Weltcup-Rodlerin, die dem deutschen Kader angegliedert ist, hat den Tritt erst mit grosser Verzögerung gefunden. In den ersten zwei Monaten des Winters waren ihre Leistungen mehrheitlich enttäuschend. In vier der fünf Rennen klassierte sie sich ausserhalb der Top 20. Maags Erklärung dafür: «Mir fehlte die Wettkampfstabilität.»

Mit jedem verpatzten Rennen verstärkte sich die Anspannung. Und wuchsen die Bedenken, Olympia zu verpassen. Ihr Trainer Jan Eichhorn fragte gar: «Was kann ich machen, um dir den Druck zu nehmen?» 

Die Gesetztengruppe im Blickfeld

Im Dezember gelang der 24-Jährigen mit Platz 13 in Altenberg der Befreiungsschlag – sie er­füllte die Olympia-Kriterien. Seither zeigt die Formkurve nach oben. Letzte Woche erzielte Maag als Elfte in Oberhof ihr Saison-­Bestresultat.

In Thüringen holte sie zusätzlich Selbstvertrauen mit dem Sieg im Nationencup, in dem die Rodlerinnen antreten müssen, die nicht zu den zwölf Fahrerinnen der Gesetzten­gruppe gehören. 

Maag ist ak­tuell an 13. Stelle klassiert. Und ­musste am Freitag erneut im Nationencup ran. Sie löste das Ticket für das Weltcup-Rennen vom Sonntag als Zweite souverän.

Mit Platz 3 hatte sie vor einem Jahr in St. Moritz für eine dicke Überraschung gesorgt. Auch dank Wetterglück in einem Schneerennen. Traut sie sich eine Wiederholung des Coups zu?

«So gut wie hier lag ich diese Saison noch nie auf dem Schlitten.»

Natalie Maag

Maag winkt ab. «Ich bin nicht auf demselben Niveau wie letztes Jahr», sagt sie offen. Zwei stabile Läufe will sie zeigen. An die EM verschwendet sie dabei keinen Gedanken. «Die hat keinen hohen Stellenwert.»

Ihr einziges Ziel: mit einem guten Resultat den Sprung in die ­Gesetztengruppe für Olympia zu schaffen. Maag ist zuversichtlich, das Gefühl stimmt. «So gut wie hier lag ich diese Saison noch nie auf dem Schlitten.»

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns