Es ist ein besonderes Rennwochenende für Natalie Maag. Auf der für sie «schönsten Bahn der Welt», die sie besser kennt als alle ihre Konkurrentinnen. Der Anlass in St. Moritz ist dreierlei: das Weltcup-Final, das zugleich als EM gewertet wird, sowie die Olympia-Hauptprobe.
Maag hat mit der Selektion für die Olympischen Spiele in Peking ihr grosses Saisonziel erreicht. Die Wernetshauserin sagt darum mit Blick auf den Heim-Weltcup: «Ich kann jeden Lauf geniessen.»
Die einzige Schweizer Weltcup-Rodlerin, die dem deutschen Kader angegliedert ist, hat den Tritt erst mit grosser Verzögerung gefunden. In den ersten zwei Monaten des Winters waren ihre Leistungen mehrheitlich enttäuschend. In vier der fünf Rennen klassierte sie sich ausserhalb der Top 20. Maags Erklärung dafür: «Mir fehlte die Wettkampfstabilität.»
Mit jedem verpatzten Rennen verstärkte sich die Anspannung. Und wuchsen die Bedenken, Olympia zu verpassen. Ihr Trainer Jan Eichhorn fragte gar: «Was kann ich machen, um dir den Druck zu nehmen?»

