Mutig ist Thomas Appenzeller zweifelsohne. Im letzten Herbst hat er sich kopfvoran von der 220 Meter hohen Verzasca-Staumauer in den Abgrund gestürzt. In der Dunkelheit, das hat den Sprung anspruchsvoller gemacht.
«Das war cool», schwärmt der Egger. Und gibt zu: «Der Adrenalinspiegel war hoch.»
Mumm hat der Oberländer auch im Sommer bewiesen, als er bei den Kloten-Dietlikon Jets als Headcoach der Frauen unterschrieb. Es war der nächste Schritt einer Trainerkarriere, die nicht steiler hätte verlaufen können. Innert kürzester Zeit ist der 33-Jährige bis auf den Chefposten in einem der weltweit besten Frauenteams hochgeklettert.
Die jüngste Beförderung hatte auch zur Folge, dass er sich ein paarmal der Frage stellen musste, ob er nur ein «Notnagel» sei. Nach etwas mehr als der Hälfte der Qualifikation sind diese Stimmen verstummt.
Die Jets führen die Tabelle an. Der Headcoach ist zufrieden. «Der erste Platz ist eine Visitenkarte für die gute Arbeit in den Trainings und Spielen.»

