Die Laupner Frauen plagen Corona-Sorgen
Es ist momentan für ihn nicht ganz leicht, den Überblick zu behalten. Wer fehlt weshalb? Wer ist positiv getestet? Und wer in Quarantäne?
Und welche Spielerinnen sind rechtzeitig aufs Wochenende hin für die NLA-Partie gegen Bern Burgdorf wohl wieder einsetzbar? «Stand jetzt gehe ich davon aus, dass wir spielen», zeigt sich Laupens Trainer Yves Kempf zuversichtlich.
Die Laupner Frauen verzeichneten in den letzten Tagen mehrere Coronafälle, zusätzlich sind einige Spielerinnen in Quarantäne. Die verworrene Situation brachte Kempf ins Rotieren. Und hält ihn weiter auf Trab.
Am Freitag traten die um ihre besten Skorerinnen Vanessa Kapp und Hanka Lackova sowie zwei weitere Stammkräfte reduzierten Laupnerinnen in Winterthur dennoch an. «Im Sinne des Sports», sagt Kempf.
Belohnt dafür wurden sie dafür nicht. Sie verloren deutlich 0:6.
Gesucht: Nachholtermin des Nachholtermins
Danach verkomplizierte sich die Lage der Laupner Frauen weiter. Zu dem am Sonntag angesetzten Nachholspiel auswärts gegen Piranha Chur traten die Oberländerinnen dann nicht an.
Sie wiesen mehr als die für eine Verschiebung nötigen sieben Ausfälle auf. Wobei nicht nur ein positiver Coronatest als Ausfallgrund zählt.
Für die Partie der 8. Runde müssen die zwei Teams jetzt halt ein Nachholtermin des Nachholtermins suchen.
Die Laupnerinnen konnten bisher einzig die Partie gegen Chur nicht regulär austragen. Damit ist das Kempf-Team, das momentan auf Rang 8 liegt, nicht etwa eine Ausnahme.
Die Verschiebungen haben zuletzt zwar zugenommen, in der höchsten Schweizer Frauenliga aber mussten total für weniger als zehn Partien neue Termine gesucht werden.
Der Verband hat den Teams eine genaue Wegleitung zur Hand gegeben, wie sie vorgehen müssen bei Spielerinnen in Isolation oder Quarantäne. Oder wenn «Anzeichen für eine epidemische Krankheit» im Team vorhanden sind.
«Von der Belastungssteuerung her sind kurzfristige Verschiebungen zwar mühsam. Aber in einer Pandemie muss man einfach damit rechnen.»
Thomas Appenzeller, Headcoach Kloten-Dietlikon Jets
Das Vorgehen beim Beantragen einer Verschiebung ist zwar nicht ganz unkompliziert. Und auch nicht frei von Grauzonen. Kempf äussert dennoch keine Kritik: «Ich finde es absolut okay, wie es geregelt ist.»
Auf denselben Standpunkt stellt sich Thomas Appenzeller. Der Egger ist seit dieser Saison Headcoach bei Tabellenführer Kloten-Dietlikon Jets. Die Kommunikation des Verbands sei gut und klar, findet er.
«Von der Belastungssteuerung her sind kurzfristige Verschiebungen zwar mühsam. Aber in einer Pandemie muss man einfach damit rechnen.»
