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Jetzt mischen sie munter mit

Letzte Saison gewannen die Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti in der Qualifikation nur einmal. In ihrem zweiten NLA-Jahr haben sie gute Chancen, in die Playoffs einzuziehen.

Hana Polakova (Mitte) ist die offensive Lebensversicherung der Floorball Riders.

Archivfoto: Stefan Mühlemann

Jetzt mischen sie munter mit

Im letzten Spiel vor der WM-­Pause kassierten die Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti zwar eine Niederlage. Die Oberländer NLA-Frauen stiegen dennoch mit einem guten Gefühl in den über einen Monat langen Meisterschaftsunterbruch.

Da ist beispielsweise das Selbstvertrauen, das sie aus der abschliessenden Partie gegen die Kloten-Dietlikon Jets mitnehmen können. Die Oberländerinnen liessen den Meister beim 4:6 richtig leiden.

Natürlich hatte der Gegner mehr Ballbesitz. Und Chancen für weitere Tore. Die Riders aber igelten sich gegen die individuell deutlich besser besetzten Unterländerinnen nicht etwa ein. Sie mussten auch kaum längere Druckphasen ertragen und zeigten eine erstaunlich reife Leistung.

Sportchefin Sarah Altwegg sagt: «Konzentration, Einsatz und Willen stimmten.» Und lobt «das Feuer», den das Team gezeigt habe.

Der Auftritt gegen die Jets passt zum mehrheitlich guten Eindruck, den die Equipe von Florian Fauser in der ersten Hälfte der Qualifikation hinterlassen hat.

Man darf die Oberländerinnen durchaus als positive Überraschung der ersten Saisonhälfte bezeichnen. Und kann feststellen: Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg sind sie definitiv in der höchsten Liga angekommen. 

Der Trainer hat sich geirrt

Gelang den Riders in der (pandemiebedingt verkürzten) Qualifikation der Vorsaison nur gerade ein Sieg, haben sie jetzt bei Hälfte des Pensums bereits dreimal gewonnen. Das tönt nicht nach einer spektakulären Steigerung, hat in der Tabelle aber erfreuliche Auswirkungen. Auch weil die Teams in der Liga – Ausnahme ist das chancenlose Schlusslicht Frauenfeld – näher zusammengerückt sind.

Mit zehn Punkten aus acht Spielen belegen die Oberländerinnen den 7. Rang. Lediglich zwei Punkte mehr haben die Red Ants Rychenberg Winterthur als Vierte, die Reserve auf den direkt unter dem Trennstrich klassierten Lokalrivalen UHC Laupen beträgt drei Punkte. Die Riders haben dazu ein Spiel weniger ausgetragen.

Über die Playoffs denke er gar nicht erst nach, hatte Trainer Fauser vor Meisterschaftsbeginn gesagt. «Sie sind zu weit weg für uns.» Sein Team hat ihn eines Besseren belehrt. Und sich im Kampf um ein Playoff-Ticket gut positioniert. 

Die Entwicklung der Riders ist augenfällig. Einer der Gründe: «Alle haben die Erfahrung einer NLA-Saison im Rucksack. Auch wenn das nicht nach viel tönt, ist es mental wichtig», sagt Sportchefin Altwegg.

Kommt hinzu: Die in der Vorbereitung leicht gesteigerte Trainingsintensität zahlte sich aus. Die Zuzüge erhöhten die Qualität im Kader. 

Hana Polakova sticht unter den Neuen heraus. Die 33-jährige tschechische Stürmerin, die sich selber als «cholerisch, ehrgeizig und zielstrebig» bezeichnet, ist ihren Vorschusslorbeeren gerecht geworden. Zehnmal hat die Angreiferin bereits getroffen – das ist zusammen mit drei weiteren Spielerinnen Ligabestwert.

«Wir müssen dranbleiben, abgerechnet wird erst am Schluss.»

Sarah Altwegg, Sportchefin Floorball Riders

Polakova ist für die Riders enorm wichtig und trägt in der Offen­sive die Hauptlast. «Sie weiss, wohin sie gehen muss, ist eine typische Skorerin», sagt Altwegg. «So jemanden brauchten wir.»

Die erfahrene Tschechin hat grossen Anteil daran, dass sich die Riders gegenüber der Vor­saison offensiv gesteigert haben und im Schnitt pro Partie ein Tor mehr erzielen. Der Druck lastet allerdings stark auf Polakovas Schultern.

Nur vier ihrer Teamkolleginnen haben mehr als ein Tor auf dem Konto. Eine bessere Verteilung wäre wünschenswert. Altwegg ermuntert darum immer wieder auch jüngere Spielerinnen: Traut euch mehr zu. 

Die Füsse bleiben am Boden

Trotz der guten ersten Saisonhälfte herrscht bei den Riders keine Euphorie. Und zu Träumereien lässt man sich ebenfalls nicht verleiten. «Es ist sicher ­positiv, dass wir einen Schritt ­gemacht haben», sagt Altwegg. «Wir arbeiten hart dafür.»

Zugleich gibt sie zu bedenken: «Wir müssen dranbleiben, abgerechnet wird erst am Schluss.» 

Altwegg sagt, nun gelte es, im Training den Fokus zu behalten, bis die Meisterschaft am 18. Dezember wieder aufgenommen wird. Auf die Riders wartet dann eine wegweisende Aufgabe. Mit einem Sieg gegen Zug (8.) könnten sie den Vorsprung auf vier Punkte ausbauen.

Das erste ­Duell gewannen sie gegen den Vierten der Vorsaison zum Saisonauftakt überraschend 4:2. Das gab ihnen nicht nur Mut, sondern zeigte der Konkurrenz auch: Mit den Riders ist zu rechnen.

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