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Wenn der knapp verpasste Podestplatz einfach nur Freude auslöst

So gut war sie im Weltcup noch nie: Alissa König gelang in Karlsbad als Vierte ein Exploit.

Kühlung von oben: Alissa König bei ihrem Sturmlauf zum vierten Platz in Karlsbad.

Foto: World Triathlon/Janos Schmidt

Wenn der knapp verpasste Podestplatz einfach nur Freude auslöst

Die letzten Meter wurden für Alissa König zum Genuss. Von hinten drohte keine Gefahr mehr. Und so konnte sich die Dürntner Triathletin beim Weltcup im tschechischen Karlsbad auf der Zielgeraden bedenkenlos feiern lassen.

Mit einem breiten Lächeln brachte die Oberländerin nach dem anstrengenden Wettkampf die letzten Meter hinter sich. Vergnügt klatschte sie im Laufen mit einigen Zuschauern ab und ballte unmittelbar hinter der Ziellinie ganz kurz die Hände zu Fäusten.

Die Freude, aber auch die Erleichterung, «dass mir endlich eine Top­leistung über die olympische Distanz gelungen ist», wie sie hinterher sagte, waren gut aus ihrem Gesicht ablesbar. Vierte wurde die 25-Jährige.

Sie war damit so gut wie noch nie an einem Weltcup. Ihr bisheriges Best­resultat stammt aus dem Jahr 2017. Und ebenfalls aus Karlsbad. Platz 16 belegte sie damals. 

Dass der nach dem zweiten Wechsel das Feld anführenden Dürntnerin letztlich weniger als 20 Sekunden auf den letzten Podestplatz fehlten, den sich die dritt­klassierte Italienerin Bianca Seregni schnappte – geschenkt.

Die in ­ihrem zweiten Elite-Jahr steckende König war nach ihrem Exploit, der aus Schweizer Sicht nach dem Sieg ihrer Landsfrau Julie Derron etwas unterging, einfach nur glücklich. Endlich hatte sie sich für die jahrelangen Anstrengungen belohnt. Und das Vertrauen, das Nationaltrainer Gordon Crawford in sie hat, im Weltcup zurückbezahlt.

Sprung in die Top 100

Auf Instagram schrieb König von der «Schokomedaille», die sie in Karlsbad gewonnen habe. «Ein vierter Platz kann manchmal bittersüss sein, aber für mich ist er einfach nur süss.»

Der 4. Platz katapultierte die Schweizer Meisterin von 2019 in der Weltrangliste um gleich 39 Positionen nach oben. Neu liegt König auf Rang 98. 

Die Oberländerin hat die Olympischen Spiele 2024 in Paris im Blickfeld, für die nächstes Jahr die Qualifikation beginnt. Noch ist die aktuelle Saison für sie aber nicht vorbei. König ist vom Schweizer Verband für die Sprint- und Mixed-Team-Relay-WM in Bermuda (15. bis 17. Oktober) selektioniert worden.

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