Die Spielwiese von Shirin Sieber ist attraktiv. Weil ihre Arbeitsstelle mitten in der Zürcher Altstadt liegt. Hat die 18-jährige Köchin jeweils eine mehrstündige Pause, schwingt sie sich gerne aufs Rad.
Dieses ist sehr tief gebaut, dafür extrem stabil, nur rund 8 Kilogramm schwer, und der Sattel fehlt. Damit hüpft sie über Hindernisse, balanciert auf Geländern, Treppen oder Brunnenrändern.
«Es gibt fast keine Grenzen. Man kann überall trainieren.» Mit ihren Fertigkeiten zieht sie in der Stadt schnell die Blicke auf sich.
Passanten bleiben stehen, manch einer zückt das Handy und filmt die Sportlerin. «Man könnte einen Hut hinlegen, um Geld zu sammeln», sagt sie und lacht.
«Ich bin ein wenig nervös.»
Shirin Sieber

