Es ist wie der berühmte Sprung ins kalte Wasser. Keinen einzigen Vorbereitungswettkampf hat Stephan Wenk in den Beinen, als er am Sonntag zum kräftezehrenden Traillauf L`Olla de Nuria antritt. Der Bertschiker weiss darum nicht, wo er leistungsmässig steht.
Die Eckdaten des Rennens in den Pyrenäen sind derweil imposant: Die Halbmarathonstrecke weist 2000 m Aufstieg auf, wobei der Start in Santuari de Nuria schon auf 1900 m Höhe ist. 72 Prozent des Wettkampfs liegen danach oberhalb von 2700 m.
Auf Platz 22 beendet der erfahrene Bergläufer den stark besetzten Wettkampf, der zur prestigeträchtigen sechsteiligen Golden-Trail-Series gehört. Zufrieden ist er damit nicht. «Ich habe wohl unterschätzt, dass man sich in der Höhe weniger ans Limit bringen darf.»
Nach dem ersten Aufstieg liegt Wenk nahe an den Top Ten. Und fühlt sich okay. Der anvisierte Platz in den Top 15 scheint möglich.
Doch in den flacheren Passagen und vor allem abwärts lässt der 38-Jährige auf dem schwierigen Terrain gegenüber der Konkurrenz Zeit liegen.

