Soll sie starten? Oder lieber verzichten? Fabienne Schlumpf war hin- und hergerissen. Bis die Wetzikerin entschied: Ja, sie ist an der SM 10000 und Steeple in Uster dabei.
Mehrere Gründe sprachen aus ihrer Sicht dafür. Die 30-Jährige liebt Wettkämpfe. Und weiss nicht, wann sich die nächste Startgelegenheit bieten wird. «Also habe ich mir gesagt, ich mache mal.» Zudem war der Aufwand gering, die Anreise an den Wettkampf kurz.
Und so stand Schlumpf am Freitag um 21.15 Uhr im Buchholz an der Startlinie. Mit der Absicht, ihren Titel über die 25 Bahnrunden zu verteidigen. Trotz Müdigkeit nach ihren grossen Trainingsumfängen, die sie zuletzt gestemmt hatte.
Die vergangenen dreieinhalb Wochen verbrachte die Athletin der TG Hütten im Engadin, um sich für den Olympia-Marathon vorzubereiten, der aufgrund der zu erwartenden Hitze statt in Tokio im kühleren Sapporo stattfindet.
Den SM-Einsatz bezeichnete Schlumpf im Vorfeld als guten Trainingsreiz. Und sagte: «Ich stelle mich auf ein einsames Rennen ein.»

