Die Crosstour zieht die Notbremse
Es ist ein Ende mit Ansage: In der kommenden Saison gibt es keine Crosstour. Damit wird die Schweizer Rennserie nach sieben Jahren zum ersten Mal nicht stattfinden.
Der vorerst letzte Gesamtsieger ist somit der Gibswiler Kevin Kuhn. Organisator Christian Rocha sagt: «Der Entscheid fiel uns nicht leicht, doch bleibt uns keine andere Wahl.»
Schon im Dezember hatten die Veranstalter angekündigt, dass die Zukunft der Radquerserie nach dem Ausstieg von Hauptsponsor und Namensgeber – die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich – gefährdet sei. Zugleich hatten sie ihre Hoffnung bekräftigt, neue Partner finden zu können.
Zwischenzeitlich sah es vielsprechend aus, dass dies gelingen könnte. Dennoch scheiterte die Nachfolgesuche nach einem Hauptsponsor.
Es sei in den vergangen Monaten nicht gelungen ist, eine vollständige Finanzierung zu realisieren, schreiben die Veranstalter. Man habe sich dadurch gezwungen gesehen, «die Notbremse zu ziehen und die Serie für die bevorstehende Saison 2021/22 abzusagen».
Der Wille, die Crosstour im Jahr darauf wieder zu lancieren, ist beim Veranstalter jedoch weiter vorhanden.
Hittnau bleibt im Kalender
Für den Schweizer Radquersport ist das Aus der Serie mit der internationalen Ausstrahlung, die Breiten-, Nachwuchs- und Leistungssport verband, ein harter Schlag. In den letzten sieben Jahren fanden unter dessen Dach 35 Crosstour-Rennen, zwei Weltcups, fünf Urban Cyclocross und zwei Schweizer Meisterschaften statt.
Aus fünf verschiedenen Nationen stammen die Gesamtsieger bei den Elite-Männern, aus deren acht bei den Elite-Frauen.
Positiv ist derweil, dass die Organisatoren in Baden (12. September), Hittnau (21. November) und Meilen (2. Januar 2022) gewillt sind, ihre Rennen auch ohne Crosstour durchzuführen. In welcher Grösse und mit welchem Status, ist noch unklar.
Auf der bekannten Strecke am Schlosshügel in Hittnau hatten in der vergangenen Saison innerhalb von acht Tagen gleich zwei Rennen stattgefunden – die SM und das Crosstour-Final. Die Veranstaltungen wurden für Kevin Kuhn zu Triumphfahrten – der Gibswiler siegte zweimal.
