Sie wärmten sich zusammen auf. Und freuten sich dabei auf den ersten gemeinsamen Wettkampf seit rund zwei Jahren. Im Rennen begegneten sich die Brüder aus Wald dann allerdings nicht.
Sebastian Stalder (23) hatte sein Pensum an jenem Märztag in Obertilliach bereits beendet, als der zwei Jahre jüngere Gion zum IBU-Cup-Einzelwettkampf über 15 km startete. Während sich Letzterer mit Rang 82 begnügen musste, gelang Sebastian Stalder das beste Ergebnis des Winters. Er klassierte sich auf Platz 17.
Fast vier Minuten lagen Gion und Sebastian im Ziel auseinander. Der Unterschied war nicht etwa der Tagesform geschuldet. Die bis vor Kurzem unweit der Biathlon-Arena in Lantsch/Lenz in einer Athleten-WG zusammen wohnenden Oberländer stehen an unterschiedlichen Punkten der Karriere.
Oder anders gesagt: In einer Corona-freien Welt und bei einer optimal verlaufenen Saison von Sebastian Stalder hätten sich ihre Wege heuer nicht auf zweithöchster Stufe im IBU-Cup gekreuzt.

