Es brauchte am letzten Wettkampftag ein Feuerwerk mit drei SM-Titeln, um im Medaillenspiegel noch an den führenden Limmat Sharks Zürich vorbeizuziehen. 11-mal Gold, 5-mal Silber und 9-mal Bronze holte sich der SC Uster Wallisellen an der Langbahn-SM. Er war beim Heimspiel im Buchholz-Hallenbad wieder einmal der erfolgreichste Klub. «Wir haben erreicht, was geplant war», sagt SCUW-Präsident Philippe Walter.
Dabei wäre durchaus noch der eine oder andere Titel mehr möglich gewesen. So beispielsweise am ersten Tag über 100 m Crawl. Der mögliche Sieger Antonio Djakovic wurde dort allerdings für den Final aus dem Rennen genommen, um die erhoffte Olympiaqualifikation sicherzustellen. Der Poker ging auf. Prompt unterbot er am selben Abend als Startschwimmer der Ustermer Crawl-Staffel über 4x200 m die nötige Limite.
Der 18-Jährige löste damit neben Klubkollegin Maria Ugolkova, Lisa Mamié, Jérémy Desplanches, Noè Ponti und Roman Mityukov als sechster Schweizer das Ticket. Aus SCUW-Sicht in Tokio teilnehmen wird zudem der Liechtensteiner Christoph Meier. «Auf ihn sind wir genauso so stolz», betont Walter und bezeichnet den 28-Jährigen als Ur-Ustermer.
Eine Goldmedaille wäre an den SM auch Gwendolyn Ewert über 400 m oder 800 m Crawl zuzutrauen gewesen. Die 18-Jährige hatte sich aber vor den Schweizer Meisterschaften für zehn Tage in Quarantäne begeben müssen und war unter diesen Umständen letztlich chancenlos. «Eine solche Wasserpause ist gerade für eine Langstreckenschwimmerin Gift», sagt Walter.
Ugolkova wie Mark Spitz

