Kairo–Uster–Mulhouse innerhalb von 16 Tagen. «Ich habe versucht, dagegen anzukämpfen. Doch mein Körper und mein Kopf waren zu müde geworden», sagt Cindy Merlo. Die Pfäffikerin spricht vom verlorenen Viertelfinal-Duell im Elsass gegen Marie Stephan.
Drei Turniere in solch einer kurzen Frist würde sie normalerweise nicht bestreiten. Nur: Mulhouse war wegen Corona-Fällen kurzfristig im Kalender nach hinten verschoben worden. Eine Absage kam für Merlo nicht infrage.
Zudem reiste die 23-Jährige dank dem Sieg am Swiss Open von Uster mit einem positiven Erlebnis im Gepäck an. Es war ihr erster Turniersieg überhaupt auf Profistufe. Dabei räumte sie auch Stephan aus dem Weg – ihre französische Bezwingerin von Mulhouse.
Für Merlo ist der Triumph in Uster allerdings nicht nur etwas ganz Besonderes, weil sie im vierten Final-Anlauf im Rahmen der Professional Squash Association (PSA) reüssieren konnte. Sondern auch, weil die aktuelle Weltnummer 56 im letzten Jahr mental zu kämpfen hatte. «Covid-19 hat mein Kopf ein wenig durcheinandergebracht», sagt sie. «Kann ich mir Profisquash noch leisten, oder muss ich mir einen Job suchen?»

