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Gefangen im Mittelfeld

Zum dritten Mal in Serie in den NLA-Playoffs, da aber erneut ohne Sieg: Die Voraussetzungen des UHC Laupen lassen den nächsten Schritt kaum zu.

Mitten durch: Die Laupnerin Sabrina Aerne wählt einen komplizierten Weg.

Archivfoto: Christian Merz

Gefangen im Mittelfeld

Drei hohe Niederlagen. Jeweils 1:8. Und nur einmal in Führung. Genau 289 Sekunden lang. Die NLA-Playoff-Viertelfinals zwischen dem UHC Laupen und den Kloten-Dietlikon Jets war die erwartet einseitige Angelegenheit.

Zumindest von den Resultaten her. Für Yves Kempf sind diese aber zu hoch ausgefallen. Laupens  Trainer sagt: «Wir waren definitiv näher dran.» 

So viele Torchancen wie in den Spielen zwei und drei der Serie habe sein Team gegen die physisch und spielerisch überlegenen Jets zuvor nie gehabt. Doch Laupen liess zu viele davon liegen. Und agierte zu ­wenig clever.

«Um die Jets schlagen zu können, hätte alles passen müssen», sagt Kempf. «Liegt man gegen sie mit drei oder vier Toren hinten, ist es vorbei.» Nach jeweils rund 40 Minuten war das in allen drei Partien der Fall.

Trotz dem schnellen Ende in den Playoffs fällt die Bilanz der gesamten Saison durchaus positiv aus. Der UHC Laupen hat in seiner dritten NLA-Saison den Punktedurchschnitt erneut leicht gesteigert. Er beendete die Qualifikation zum dritten Mal in ­Serie auf dem 7. Rang und zog dadurch in die Playoffs ein. 

Die Top sechs sind weiter weg

Letzteres ist keine Selbstverständlichkeit für den mit bescheidenen Mitteln operierenden UHC Laupen. Ihm fehlen die sportlichen und finanziellen Argumente, um etablierte NLA-­Spielerinnen ins Oberland locken zu können. Er muss sich im ­eigenen Nachwuchs bedienen. Oder in der NLB.

Der Schritt aus dem Tabellenmittelfeld ist unter diesen Voraussetzungen unrealistisch. Kempf sagt, der Abstand zu den Top sechs sei gar weiter angewachsen. 

Das lässt sich statistisch untermauern. Laupen schlug die schlechter platzierten Teams Berner Oberland, Frauenfeld und die Floorball Riders jeweils zweimal. In den Duellen gegen besser Klassierte setzte es aber lauter Niederlagen ab.

Erstaunlich ist das nicht, führt man sich den Qualitätsverlust vor Augen, den Laupen vor allem in der Offensive erlitt. Durch die Abgänge von An­drea Wildermuth und Gentiana Behluli sowie das verletzungsbedingte Fehlen von Yara Hofmann – sie bestritt keine einzige Partie – fielen 40 Tore weg.

Hanka Lackova füllte in ihrem ersten Jahr bei Laupen eine der Lücken. Zusammen mit Vanessa Kapp schulterte sie die Hauptlast in der Offensive. Fast die Hälfte der 52 Tore ging auf das Konto von Kapp/Lackova. 

«Qualitativ sind wir gleich gut aufgestellt.»

Yves Kempf, Trainer UHC Laupen

Immerhin kündigt sich auf nächste Saison hin in diesem ­Bereich etwas Entspannung an. Yara Hofmann kehrt zurück. Ebenfalls Alena Holst, eine weitere Leistungsträgerin, die die Meisterschaft komplett verpasste.

Dazu bleiben Laupen die besten zwei Offensivkräfte Kapp und Lackova erhalten. Die zuletzt von B-Ligist Appenzell ausgeliehene Stürmerin Viviane Manser wechselt definitiv ins Oberland.

Einige Entscheidungen stehen noch zwar noch aus. Klar aber ist laut Kempf schon jetzt, dass das Team erheblich weniger breit besetzt sein wird. Der Trainer geht von drei Torhüterinnen und 18 Feldspielerinnen aus.

Bange ist ihm wegen des kleineren Kaders deshalb nicht. Er ist überzeugt: «Qualitativ sind wir gleich gut aufgestellt.»
 

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