Wenn Adrian Kübler sich am Samstag in Magglingen in die Luft schraubt, ist die Höhe für einmal weniger wichtig als der Rang. Der Wildberger hat sich an der Hallen-SM aber nicht nur das Podest zum Ziel gesetzt. Er möchte auch seiner Rolle gerecht werden – als zweitbester Stabhochspringer der Schweiz hinter Dominator Dominik Alberto. Er sagt darum: «Silber wäre schön.»
Aus nur vier Athleten besteht das Feld an der Hallen-SM. Kübler prognostiziert dennoch einen spannenden Wettkampf. Titelverteidiger Alberto, der seit 2016 stets den nationalen Hallentitel holte, ist zwar in einer eigenen Liga unterwegs. Seine Saisonbestleistung beträgt 5,45 m.
Die restlichen drei Athleten aber liegen in ähnlichen Regionen. Küblers Bestwert beträgt 5,10 m, jener von Felix Eichenberger 4,90 m. Derweil hat sich Mehrkämpfer Andri Oberholzer Anfang Februar nach einer Kreuzbandverletzung mit einem Sprung über 5,20 m zurückgemeldet. Kübler fühlt sich von der zusätzlichen Konkurrenz angespornt. Er will Gegensteuer geben, «um zu zeigen, dass ich der Spezialist bin».
In den letzten zwei Hallen-Wettkämpfen vor der SM lief es dem 23-Jährigen trotz starker Form nicht so gut wie erhofft. Weil ihm auch das Lattenglück fehlte, wie er sagt. Der Sportmanagement-Student musste sich mit 4,90 m und 5,00 m zufrieden geben.

