Pflicht und Kür. Oder dröger Ligaalltag und glänzende Europacup-Momente. Mit diesem steten Spagat tun sich die Kadetten Schaffhausen derzeit etwas schwer.
Da ist das bemerkenswerte 30:30 von letzter Woche gegen die grossen Rhein-Neckar Löwen mit dem Schweizer Ausnahmehandballer Andy Schmid. Vier Tage später folgt ein mühevolles 32:29 gegen den NLA-Vorletzten GC Amicitia Zürich. Es setzte in dieser Saison sogar schon heftige Ohrfeigen gegen Kriens-Luzern und Pfadi Winterthur ab. Das Ergebnis: Der erfolgsverwöhnte Serienmeister ist derzeit nur auf Platz 3 klassiert. «Uns fehlen etwas Konstanz und Cleverness», sagt Luka Maros.
Der Volketswiler steht symbolisch für das Auf und Ab bei den Kadetten. Im Duell mit dem Bundesligisten trifft der Rückraumspieler entfesselt bei zehn Versuchen ebenso zehnmal. Gegen GC Amiticia unterlaufen ihm dafür mehrere technische Fehler. Nur 5 der 32 Treffer gehen auf das Konto von Maros. Seinem Ruf wird er erst in den Schlussminuten gerecht. Mit bisher 90 Meisterschaftstoren ist er derzeit der sechstbeste Skorer der Liga. Im Vergleich zu den Top 5 führt Maros allerdings keine Siebenmeter aus.
Im Dauereinsatz
Die Kadetten Schaffhausen haben derzeit ein Mammutprogramm zu bewältigen. Das Spiel vom Dienstag im dänischen Odense war der fünfte Auftritt innert acht Tagen. Trotz dem 28:34 gegen GOG Svendborg befinden sie sich in der Sechsergruppe zur Hälfte des Programms weiterhin auf Achtelfinal-Kurs in der European League.

