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Auch im grossen Schlitten überraschen

An der Bob-WM in Altenberg kommt der Wilemer Dominik Schläpfer im Vierer als Anschieber zum Einsatz.

Vor dem nächsten Höhepunkt: Domink Schläpfer kommt an der Viererbob-WM zum Einsatz.

Foto: Lukas Brand

Auch im grossen Schlitten überraschen

Nur 36 Hundertstel fehlten am Ende zu WM-Bronze. Das Bobteam um Pilot Simon Friedli verbesserte sich dabei im finalen Durchgang sogar noch auf Kosten von Michael Vogt auf Platz 4. Friedlis auf Medaillenkurs sich befindender Landsmann ging auf «alles oder nichts» und ­wurde dafür nicht belohnt.

Der Tösstaler Anschieber Dominik Schläpfer verfolgte die Titelkämpfe in Altenberg aus der Distanz. Er reiste wie andere Teamkollegen erst am Sonntag ins deutsche Sachsen nach. Schläpfer spricht von gemischten Gefühlen nach dem Resultat.

«Von leiser Enttäuschung», weil eine Medaille greifbar war. Und trotzdem: «Vor der WM hätten wir für einen solchen Rang sofort unterschrieben», sagt er.

Zwei Wochen verbrachte Schläpfer zuletzt zu Hause in Wila aufgrund von Semesterprüfungen für sein Studium zum Holzbauingenieur. An seiner ­Rolle bei den WM-Rennen im Viererschlitten vom Wochen­ende änderte dieser Umstand aber nichts.

Der 26-Jährige ist auf Position 3 gesetzt. Neben ihm und Pilot Friedli dürften Adrian Fässler und Gregory Jones zum Einsatz kommen. Als Ersatzmann ist Roger Leimgruber vorgesehen.

Schon einmal Dritter

Es ist eine Teamkonstellation, die es bisher an keinem der bisherigen Rennen gab. Nur schon deshalb, weil Friedlis Stammanschieber Jones in dieser Saison noch gar keinen Weltcup im Viererbob bestritten hat. Dieser kam bisher einzig Ende November am zweiten Wochenende von Si­gulda im Zweier zum Einsatz.

Es ist bis heute das beste Ergebnis geblieben. In Lettland war ­Friedli mit Jones gleich auf Platz 3 gefahren.

Im Aufgebot fehlt dafür An­dreas Haas. Friedlis Anschieber im WM-Zweier muss am zweiten Wochenende für Konkurrent Michael Vogt ins Rennen gehen.

Grund dafür ist der jüngst in St. Moritz gemeinsam erwor­bene Titel an der Junioren-WM. Dieser Erfolg wiederum garantiert den Schweizern einen dritten Platz im Feld, der durch Cédric Follador wahrgenommen wird.

Olympia ist näher gerückt

Durch das gute Abschneiden der Schweizer an den WM-Zweierrennen sieht es auch bereits vielversprechend für die Olympischen Spiele von Peking 2022 aus.

Zur Bestätigung der Limite brauchen Friedli und Vogt im nächsten Winter nun nur noch einen Top-8-Platz im Weltcup. Gerade im Zweierbob eine ­Marke, die von Friedli & Co. mehrfach erreicht wurde. In der Gesamtwertung resultierte Platz 6, obwohl die letzte Station in Innsbruck zur WM-Vorbereitung sogar ausgelassen wurde. 

Nicht ganz so konstant ­agierte die Friedli-Crew als Gesamt-15. bisher im grossen Schlitten. Die Saison im Vierer ging allerdings auch Corona geschuldet verkürzt erst ab Anfang Januar über die Bühne.

Dominik Schläpfer blickt aber sowieso zuversichtlich auf die WM. «Altenberg ist eine schwierige Bahn, auf der man viel steuern muss. Das liegt Friedli.»

Für die erste Schweizer WM-Me­daille seit 2016 – mit Friedli als Anschieber – braucht es aber ge­rade im Duell gegen die überragenden Deutschen dennoch vier fast perfekte Läufe. «Kleinste Fahrfehler können einen schnell zurückwerfen», weiss Schläpfer.

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