Sie ist der Stolz der Wintersportnation Lettland – die Bob- und Rodelbahn von Sigulda. Schon den einen oder anderen WM-, EM- und Olympia-Medaillengewinner im Bob, Skeleton und Rodeln brachte der baltische Staat heraus. Dominik Schläpfer kannte den Eiskanal noch nicht.
Anfang Woche hat der Anschieber aus Wila dort die ersten Trainingsfahrten mit dem Zweierbob bestritten. Es ist eine spezielle Bahn – nur ein Kilometer lang, mit 16 engen Kurven bis zum Zielgelände. Gebaut wurde sie in den Achtziger Jahren noch in der UdSSR speziell für die Rodler. Es ist auch der Grund, weshalb in Sigulda nur Zweierbob-Rennen gefahren werden dürfen.
Aber: Viererbob-Weltcups werden bis Ende Jahr ohnehin wegen der Corona-Vorsichtsmassnahmen nicht durchgeführt. Dafür gleich je zwei Zweierbob-Rennen an diesem sowie am nächsten Wochenende in Sigulda.
So lohnt sich Schläpfers beschwerliche und vor allem lange Anreise mit dem Team von Pilot Simon Friedli – per Kleinbus über rund 1400 Kilometer. Die Flüge nach Riga waren aufgrund des Ausnahmezustands gestrichen worden. Rund 15 Stunden war die Crew deshalb vom Trainingsort Altenberg aus unterwegs – inklusive einer Übernachtung an der polnisch-litauischen Grenze. Von der Schweiz aus hätte die Fahrt nochmals einiges länger gedauert.
Olympiasieger als Förderer

