Die Aussagen wühlen auf. «Magglingen kann von Glück reden, dass sich noch keine Turnerin das Leben genommen hat», sagt sogar eine Vereinstrainerin, die anonym bleiben möchte im «Magazin» vom letzten Samstag (siehe Box).
Mit dem Namen stehen hingegen acht zurückgetretene Athletinnen aus dem Kunstturnen und der Rhythmischen Gymnastik hin. Sie erzählen aus ihrem Alltag im Leistungszentrum des Schweizerischen Turnverbands (STV) in Magglingen. Darunter sind auch die Wangemer Kunstturnerin Lynn Genhart und die Ustermer Gymnastin Stephanie Kälin . Von Angst, Depressionen, Ess- und Belastungsstörungen ist die Rede.
Doch was lösen diese Schilderungen der ehemaligen Spitzenathletinnen an der Basis aus? «Wir sind erschüttert über das Ausmass. Gerade auch, weil der ZTV einige Turnerinnen und Turner in Magglingen stellt», sagt Reto Huber, Chef Spitzensport beim in Volketswil beheimateten Zürcher Turnverband. Es wurde deshalb Rücksprache mit ihnen genommen. «Sie sind wohlauf», betont Huber.
Rücksprache genommen
Auf allfällig aufgekommene Bedenken hat der Kantonalturnverband sofort reagiert. Mit E-Mails an die Eltern, alle Vereinspräsidenten, Informationen auf der Website – und natürlich persönlichen Gesprächen. Man pflege einen engen Austausch mit den Athletinnen, Eltern sowie Trainerinnen und Trainern, betont Huber weiter.

