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Weitermachen ist die einzige Option

Die Meisterschaft ist zwar gestoppt, der UHC Uster, die Laupner Frauen sowie die Floorball Riders können die Beine trotzdem nicht hoch lagern.

Trainieren ja, spielen vorerst nein: Der UHC Uster (Markus Kulmala, rechts) muss sich für den Tag X fit halten.

Archivfoto: David Kündig

Weitermachen ist die einzige Option

22 Spiele müsste der UHC Uster in der NLA-Qualifikation absolvieren. Lediglich fünf Partien stehen aber bisher auf seinem Konto. Der UHC Laupen sowie Lokalrivale Floorball Riders kommen immerhin auf sieben.

Damit hat das Duo in der höchsten Frauenliga fast die ganze Hinrunde absolviert. In absehbarer Zeit kommen keine weiteren Einsätze hinzu.

Am Freitag stoppte der grösste Indoor-Sportverband der Schweiz den Meisterschaftsbetrieb in allen Ligen – bis vorläufig Ende November. Um ein Zeichen zu setzen im Kampf gegen die Fallzahlen.

«Man muss in dieser Situation miteinander reden. Das Team besteht aus 25 Individuen, die unterschiedliche Ansichten haben.»

Simon Meier, Trainer UHC Uster

Swiss Unihockey ist allenfalls dem Bund zuvorgekommen. Dieser gibt am Mittwoch weitere Massnahmen zur Pandemiebekämpfung bekannt. Darunter vielleicht ein Verbot von Kontaktsportarten, das es bereits in sieben Kantonen gibt.

Nach einem solchen wäre die Meisterschaft sowieso auf Eis gelegt gewesen. Im schlimmsten Fall droht gar dasselbe wie letzte Saison – diese musste abgebrochen werden.

Froh um Klarheit

Er habe nach der Verkündung des Meisterschaftsunterbruchs im ersten Moment überlegt, das abendliche Training zu streichen, erzählt Simon Meier, Trainer beim UHC Uster. Er entschied sich dann jedoch um.

Vor der Einheit in der Halle hielten die Ustermer aber eine Mannschaftssitzung ab. «Man muss in dieser Situation miteinander reden. Das Team besteht aus 25 Individuen, die unterschiedliche Ansichten haben.»

Nun ist man in Wartestellung, bis die neusten Entscheidungen des Bundesrats bekannt sind. «Die grösste Schwierigkeit ist die Ungewissheit», sagt Meier. «Ich bin froh, wenn Klarheit herrscht.» 

Positiv für den UHC Uster, Laupen und die Floorball Riders wäre, würden die im Frühling bei der Lockerung aufgestellten Regeln bestätigt werden. Da ordnete man die NLA-Unihockeyteams dem Spitzensport zu.

Das heisst: Die 22 besten Teams des Landes durften und dürfen auch jetzt unter Einhaltung der Schutzkonzepte weiterhin trainieren. Die Frage ist nur: Machen sie das auch?

«Die Saison ist ja noch nicht abgeblasen. Man kann als Leistungssportteam nicht einfach nichts mehr machen.»

Sarah Altwegg, Sportchefin Floorball Riders

Für die Sportverantwortlichen der drei NLA-Klubs aus der Region ist klar: Solange sie können, setzen sie ihre Trainingsarbeit fort.

«Die Saison ist ja noch nicht abgeblasen», begründet Sarah Altwegg, die Sportchefin der Floorball Riders. «Man kann als Leistungssportteam nicht einfach nichts mehr machen.»

«Wir haben aber keine andere Wahl, als weiter zu trainieren.»

Yves Kempf, Trainer UHC Laupen

Stand jetzt müssen sich die Teams darauf vorbereiten, Anfang Dezember einsatzbereit zu sein. Auch wenn die Meisterschaft kaum zu diesem frühen Zeitpunkt fortgesetzt wird.

«Ich glaube nicht daran», sagt Laupens-Trainer Yves Kempf. «Wir haben aber keine andere Wahl, als weiter zu trainieren.»

Noch ist es nicht vorbei

Seit Ende letzter Woche pausieren die Laupnerinnen dennoch. Eine Spielerin – sie blieb dem letzten Training fern – wurde positiv getestet.

Die eingeschalteten Behörden entschieden, dass lediglich ein zweite Akteurin in Quarantäne muss. Bald nimmt der UHC Laupen das Training deshalb wieder auf. In reduziertem Umfang. Und im Bewusstsein, auf einer Gratwanderung zu sein.

Unihockeyspielerinnen und Spieler sind keine Profis. Muss nach einem positiven Coronafall das ganze Team in Quarantäne, sind davon auch viele Arbeitgeber betroffen. Freude an den Absenzen dürften sie keine haben.

«Wir müssen den Sonderstatus rechtfertigen.»

Simon Meier, Trainer UHC Uster

Bei den Oberländer Teams unternimmt man darum zusätzlich zu den Schutzkonzepten einiges. Die Floorball Riders lassen beispielsweise keine Durchmischung von Teams mehr zu und haben das Förderkader gestrichen, beim UHC Uster finden Theorieblöcke und Videoanalysen längst nur noch virtuell statt.

«Ein gewisses Restrisiko aber bleibt», ist sich Meier bewusst. Der Trainer hat wie die Verantwortlichen in Laupen und bei den Riders nochmals ans Team appelliert, sich der Verantwortung bewusst zu sein.

«Wir müssen den Sonderstatus rechtfertigen», sagt Meier.

Keine Gedanken verschwendet er derweil daran, wie man die Meisterschaft sportlich fair beenden könnte. Auch Altweggs Blick schweift derzeit nicht in die Zukunft. Das mache keinerlei Sinn, findet sie. «Wir leben jetzt von Tag zu Tag.»

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