Der allgegenwärtige Coronavirus ist plötzlich weit weg. «Der Unfall von Alex Zanardi beschäftigt mich mehr», sagt Benjamin Früh. Der einstige Formel-1-Pilot und Paralympics-Sieger verunglückte bei einem Rennen vor rund einer Woche, indem er mit einem Lastwagen kollidierte.
Seither liegt er im Koma. Früh geht das Schicksal des Italieners besonders nah, weil er ihn 2017 an der WM in Südafrika persönlich kennenlernte. Beide wurden damals am selben Tag Weltmeister. Den Handbiker aus dem Grüt erinnert ein gemeinsames Foto an den Moment.
Auch Früh stürzte schon mehrmals in Rennen und Trainings. «Es ist aber immer glimpflich ausgegangen», sagt er.
Sportlich ging es Früh derweil in der aktuellen Situation nicht anders wie anderen Athleten. Die WM im belgischen Ostende konnte nicht ausgetragen werden. Und auch die Paralympischen Spiele in Tokio sind längst um ein Jahr verschoben.
Der 28-Jährige hat sich mit den Resultaten aus den beiden letzten Jahren eine gute Basis für die erstmalige Qualifikation erarbeitet. Statt der abgesagten WM werden nun noch zwei Weltcups mitentscheiden.

