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Oberländer Eiskunstlauf-Hoffnung mit Sprungtraining im Garten

Nach einer Hüftoperation befindet sich Tanja Odermatt aus Tann im Aufbautraining. Die Schweizer Meisterin von 2016 will so stark und stabil wie nie aufs Eis zurückkehren.

Tanja Odermatt musste die letzte Saison abbrechen., Nach einer Hüftoperation befindet sich die Tannerin im Aufbautraining., Tanja Odermatt wird wohl frühestens im Juni aufs Eis zurückkehren.

Archivfoto: Christian Merz

Oberländer Eiskunstlauf-Hoffnung mit Sprungtraining im Garten

Die Leidenszeit von Tanja Odermatt dauert schon dreieinhalb Jahre. Immer wieder wurde die Schweizer Meisterin von 2016 und zweifache EM-Teilnehmerin zurückgeworfen. Auch den Traum von den Olympischen Spielen in Südkorea 2018 musste die 23-Jährige aus Tann deshalb begraben. 

Hernach schien es wieder aufwärtszugehen. Ende 2018 erreichte sie trotz grossem Trainingsrückstand den fünften Platz an der Heim-SM in Wetzikon.

Nur: Der nächste Rückschlag folgte ebenso: Die letzte Saison brach sie aufgrund einer Verletzung an der rechten Hüfte vorzeitig ab. Die Oberländerin hoffte zunächst noch, die SM im Dezember 2019 bestreiten zu können – doch sie musste alsbald kapitulieren.

«Ich muss auf meinen Körper hören und ihn vor weiteren Schäden schützen.»

Tanja Odermatt, Eiskunstläuferin aus Tann

«Leider hat die Kraft im Bein trotz Schmerzmitteln immer mehr nachgelassen, sodass ich keine Chance hatte. Ich muss auf meinen Körper hören und ihn so vor weiteren Schäden schützen», sagt Odermatt. Anfang Jahr unterzog sich die Athletin des Dübendorfer Eislauf-Clubs deshalb einer Hüftarthroskopie. 

Seit dem Eingriff sind drei Monate vorbei. Sind Sie im Plan?
Tanja Odermatt: Ich bin sehr zufrieden. Die Hüfte ist so weit stabil. Das bestätigt auch mein Physiotherapeut. Selbst wenn ich aufgrund des Coronavirus den grossen Check beim Arzt noch nicht machen konnte.

Wie kam es überhaupt zur neuerlichen Verletzung?
Ich hatte nach dem ersten Wettkampf in Oberstdorf etwas Schmerzen in der Hüfte. Diese verschlimmerten sich dann zunehmend, sodass ich nur noch das Notwendigste im Training machen konnte. Irgendwann fehlte mir die Kraft bei der Landung der Sprünge.

Sie haben sich im Oktober 2016 bei einem Trainingssturz eine schwere Bänderverletzung am rechten Fuss zugezogen, die Sie lange plagte. Sehen Sie da sogar einen Zusammenhang?
Es ist nicht belegt, trotzdem gehe ich schon davon aus. Ich habe wegen dieser Verletzung auch meine ganze Technik geändert. Der gesamte Schwung kommt jetzt über die Hüfte.

Das Aufbautraining findet wegen Corona vorläufig ganz abseits des Eises statt.
Für mich spielt es nicht so eine Rolle. Ich bin ja seit November 2019 nicht mehr auf dem Eis. Wir haben zum Glück zu Hause einen grossen Garten, und das Wetter ist schön. Da kann ich Kräftigungstraining für den Rumpf machen. Erfreulich ist zudem, dass ich mein Programm mit Sprungübungen erweitern konnte. Und Kondition erarbeite ich mir auf den Inlineskates. Aufs Eis gehe ich, sobald es möglich ist. Das wird kaum vor Anfang Juni sein.

Und um den sorgengeplagten Fuss sieht es mittlerweile auch besser aus?
(Lacht.) Der hat Freude, dass er nicht so eine Belastung hat.

Haben Sie sich schon sportliche Ziele gesetzt?
Ich will mir und meinem Körper die nötige Zeit geben, um dann so stabil wie noch nie aufs Eis zurückzukehren. Um wieder angreifen zu können, brauche ich eine starke Hüfte. Sich Ziele zu setzen, ist derzeit ohnehin schwierig. Es ist ja auch möglich, dass die nächste Saison nur auf nationaler Ebene stattfindet.

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