Das Glück lässt sich auch im Kleinen finden, wie man bei Fabienne Schlumpf sehen kann. Nach einer verletzungsbedingten elf Monate langen Wettkampfpause konnte sie heuer zumindest ein Rennen bestreiten, ehe die Absagewelle alles wegspülte.
Und Mitte März entschloss sie sich wohl gerade noch rechtzeitig, das Trainingslager in Südafrika nicht wie angedacht zu verlängern, sondern stattdessen in die Heimat zurückzukehren.
«Ich hatte plötzlich das Reissen», begründet die Spitzenläuferin den Meinungsumschwung. In der Schlussphase sei es sowieso nicht mehr möglich gewesen, sich ausschliesslich aufs Training zu konzentrieren.
«Am Anfang fühlt man sich leer. Ich bin aber in der glücklichen Lage, trotz allem motiviert zu sein.»
Fabienne Schlumpf
Die Coronavirus-Lage habe sich quasi stündlich geändert, erinnert sich Schlumpf und gibt zu: «Ich war ziemlich froh, als der Vogel in Zürich gelandet war.» Sie mag sich nicht ausmalen, wie es gewesen wäre, in Südafrika festzusitzen.

