Keine A-Länderspiele, dafür eLänderspiele: Die Coronavirus-Krise macht es möglich. Ende März wurden erstmals zwei Testpartien des neu gegründeten e-Football-Nationalteams mit Livekommentar auf dem Twitch-Kanal des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) übertragen.
Sprich: Statt dem echten Breel Embolo reihte sich auf dem Game Fifa 20 eine virtuelle Version des Schalke-Profis bei der 3:4-Niederlage gegen Portugal unter die Torschützen ein.
Überschaubar ist im Vergleich zur echten Landesauswahl das Kader. Nur vier Spieler zählt die erste Schweizer e-Nationalmannschaft. Mehr sind nicht nötig, da die jeweiligen Duelle in einem 1:1-Modus ausgetragen werden.
Besonders daran: Mit dem Weisslinger Fabio Pechlaner, Stefan Beer aus Russikon und dem Fehraltorfer Luca Boller kommen drei Viertel des Aufgebots aus dem Zürcher Oberland.
Für Captain Boller keine Überraschung: «In Fehraltorf haben schon einige bedeutende Turniere stattgefunden», sagt er. Dazu passt: Bis vor Kurzem trainierte Boller mehrere Stunden täglich in seinem eigenen Spielbüro in einem Industriebau in Fehraltorf. Er bezeichnet die Gemeinde sogar als Schweizer «Mekka des Fifa-Spiels».

