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Der Plan der Unzufriedenen

Die Floorball Riders haben zusammen mit Basel die Möglichkeit ausgelotet, die NLA temporär aufzustocken.

Die Aufstiegshoffnungen der Floorball Riders (Aino-Maija Laaksonen) platzten heuer erneut.

Archivfoto: Christian Merz

Der Plan der Unzufriedenen

Der Schlussteil der jüngst an alle Schweizer Nationalliga-Vereine versendeten Mail ist emotional gehalten. «Gebt euch einen Ruck und zeigt, dass im Unihockey wirklich der Sport an erster Stelle kommt», schreiben Vibeke Rasmussen Elmiger, die Präsidentin der Floorball Riders, und Patrick Mendelin, Sportchef von Basel Regio. «Anerkennt unsere sportlichen Erfolge und die Situation und gebt uns die Chance, nächste Saison zu beweisen, dass wir in die NLA gehören.»

Eines vorneweg: Der eindringlichen Worte zum Trotz verbleiben die Oberländerinnen und die Basler Männer in der NLB. Am Verbandsentscheid, in allen Ligen mit Auf- und Abstiegsspielen die Saison ohne Auf- und Absteiger abzuschliessen, ändert sich nichts.

Was sich in den letzten Wochen hinter den Kulissen abspielte und bei einigen NL-Klubvertretern allenfalls zu erhöhtem Blutdruck führte, war nicht mehr als ein Sturm im Wasserglas.

Die Vorschläge bleiben aussen vor

Doch was genau war passiert? Die Floorball Riders und Basel hatten bei Abbruch der Meisterschaft die Teilnahme an den Auf- und Abstiegsspielen gegen die A-Ligisten bereits auf sicher. Durch die getroffene Lösung des Verbands fühlten sie sich «klar benachteiligt», wie sie schreiben. Zugleich störten sie sich am Vorgehen und an der Begründung der Entscheidung.

So hatte Swiss Unihockey die betroffenen NLB-Vereine aufgefordert, Vorschläge einzureichen, wie man die Auf-/Abstiegsfrage auf sportlichem Weg lösen könnte. Und traf dann den Beschluss – so lautet der Vorwurf der Riders und von Basel – ohne sich mit den eingereichten Ideen zu befassen.

Der Plan des unzufriedenen Duos daraufhin, den sie auch dem Verband mitteilten: Sie wollten eine ausserordentliche Nationalliga-Versammlung in Form einer Telefonkonferenz einberufen. In dieser hätten sie den Antrag auf die temporäre Aufstockung der NLA gestellt. Die höchste Frauenliga hätte neu elf Teams umfasst, jene der Männer 13. 

Das Argument hinkt

Nach mehreren Tagen Funkstille meldeten sich die Riders und Basel zuletzt erneut mit einem Schreiben bei den NL-Vereinen. Mit der überraschenden Botschaft: Obwohl man die erforderlichen Stimmen gesammelt habe, um eine Konferenz einberufen zu können, verzichte man und ziehe den Antrag zurück. 

Als Begründung wird «eine sorgfältige Analyse der aktuellen Situation, der Tatsache, das eine kurzfristige Versammlung nicht möglich ist und eure Feedbacks» ins Feld geführt. Eine allfällige Aufstockung ist damit definitiv vom Tisch. Man darf annehmen, dass die Chance dafür nur klein gewesen wäre.

Die Bemühungen der zwei Klubs, jede Möglichkeit auszuloten, sind nachvollziehbar. Im Fall der Riders aber hinkt das im ersten Mail verwendete Argument, man habe sich sportlich für die Auf-/Abstiegsspiele qualifiziert.

Die Saison wurde vor dem ersten NLB -Finalspiel abgebrochen. Die Floorball Riders hätten zwar tatsächlich in jedem Fall gegen den NLA-Verlierer stechen können – aber nur, weil ihr Finalgegner Appenzell nicht aufsteigen wollte.

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