Sie hat sich den aussergewöhnlichen Umständen schnell angepasst. Hat Lösungen gefunden, wie sie sagt. Der Balkon ihrer Wohnung in Uster ist auch zu ihrem Kraftraum geworden. Und in den nach dem Wegfall des Schwimmtrainings frei gewordenen Stunden tanzt Maria Ugolkova gerne.
«Tanzen liegt mir», sagt die beste Schweizer Schwimmerin. Samba ist angesagt, auch ein bisschen Hip-Hop. Letzteres hat sie im vergangenen Jahr in einem viermonatigen Kurs gelernt. «Rhythmus und Koordination sind wichtig – wie beim Schwimmen.» Tanzen ist für Ugolkova eine gute Trainingseinheit. Nicht nur für den Körper, auch für den Kopf. «Danach fühle ich mich gut.»
«Schwimmen ist meine Liebe und mein Leben. Bin ich im Wasser, spüre ich diese Harmonie.»
Maria Ugolkova
Die 30-Jährige tönt aufgestellt. Sie lacht viel. Und erzählt detailliert, wie sie ihren ungewohnten Alltag neu strukturiert hat, zu dem auch der tägliche Austausch mit ihrem Schwimmtrainer Pablo Kutscher sowie dem Fitnesscoach aus der Westschweiz gehört.
Ugolkova macht das Beste aus der Situation. Sie hat nach einer Phase des Haderns eine Routine gefunden, die funktioniert. Und ihr Ruhe gibt. Dabei sagt die zweifache EM-Medaillen-Gewinnerin offen: Ohne Wasser zu sein ist für sie schwierig. «Schwimmen ist meine Liebe und mein Leben. Bin ich im Wasser, spüre ich diese Harmonie.»

