Dieser junge Mann kann über sich selber lachen. Das zeigt ein Beispiel vom Weltcup im tschechischen Nove Mesto Anfang März. Auf Rang 106 und damit an letzter Stelle fand sich Sebastian Stalder im Sprint nach einem «sehr, sehr schlechten Rennen» wieder. Und verbreitete kurz darauf einen Screenshot der Fernsehübertragung in den sozialen Medien, der ihn im Schiessstand zeigte, mit dem Kommentar: «Wenigstens etwas TV-Präsenz».
Diese hatte Stalder tags darauf erneut – aus erfreulichem Grund. Der B-Kader-Athlet durfte nicht nur überraschend in der Schweizer Staffel aushelfen. Er wurde gar als Startläufer auf die Strecke geschickt. Stalder riskierte beim ersten Schiessen alles, blieb fehlerfrei und verliess den Schiessstand zum Erstaunen des Publikums als Führender.
«Wenn es von Anfang mit den Resultaten geklappt hätte, wären es wohl mehr Rennen im Weltcup geworden.»
Sebastian Stalder
Die Schweizer wurden letztlich Neunte. Und der mutige Auftritt des Walders fand Widerhall. Er erhielt zahlreiche Nachrichten. Auch mit etwas Distanz schwärmt er vom Staffel-Rennen: «Das war wahnsinnig toll.»
Das Gefühlt täuscht

