Die Ausgangslage könnte so schön sein. Als Aussenseiter haben die Laupner NLA-Frauen in den Playoff-Viertelfinals keinen Druck. Sie haben ihr Ziel, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben, ja längst erreicht. Das Duell gegen Piranha Chur sollte sich deshalb so anfühlen, wie wenn man nach einer schweisstreibenden Wanderung auf dem Gipfel sitzt.
Selbstverständlich freut man sich bei den Oberländerländerinnen auf die am Samstag beginnenden Playoffs. Doch ungetrübt ist die Laune nicht, die Sicht von einigen Wolken durchzogen, wenn man beim Bild vom Gipfel bleiben will. «Es ist nicht so einfach», sagt Yves Kempf. Der Trainer zielt dabei nicht auf die sportliche Ausgangslage ab, sondern spricht von den Umständen.
«Wäre ich in Chur, würde ich auch Laupen wählen.»
Yves Kempf, Trainer UHC Laupen
«Wir sehen uns noch ein paarmal», hatte man den Laupnerinnen im Januar nach dem Cup-Halbfinal in Chur mitgeteilt, das sie 4:9 verloren. Und tatsächlich: Das mit fünf Schweizer Nationalspielerinnen und drei Ausländerinnen gespickte Piranha gewann die Qualifikation und wählte wie im Vorjahr den siebtklassierten UHC Laupen anstelle der Nummer 8 (Zug).
Ein Blick auf die Zahlen verrät den Grund. Alle acht Duelle in den letzten zwei Jahren – sieben davon in der Meisterschaft – gewannen die Bündnerinnen. 75 Tore erzielten sie, Laupen nur gerade deren 13.

