Wer will, kann Patrick Schelling jeden Tag bei der Arbeit zuschauen. Auf dem Strava-Profil des Radprofis lässt sich genau verfolgen, wie viele Kilometer er abspult und welche Route er einschlägt. Mit «Climbs next to home» beschriftete der 29-Jährige in der vergangenen Woche eines seiner Trainings.
Die dazugehörige Karte zeigt eine verästelte Route im Zürcher Oberland – ausgehend von seinem Wohnort Rüti. Die milden Bedingungen erleichterten ihm die Trainings. Und halfen, den grossen Temperatursprung abzufedern.
«Irgendwann hat man genug trainiert.»
Patrick Schelling
Seit Anfang der Woche verpasst sich Schelling in Argentinien bei über 30 Grad den Feinschliff für die Saison. Mit dem Mehretappen-Rennen Vuelta a San Juan Internacional nimmt er sie am Sonntag so früh wie seit fünf Jahren nicht mehr in Angriff.
Er ist froh, dass es losgeht. «Irgendwann hat man genug trainiert.» 4500 Kilometer hat er in den vergangenen Monaten abgespult. Bis auf eine Handvoll Ergometer-Einheiten absolvierte er alles auf dem Velo – weil der Winter bisher keiner war. Letzteres ist positiv für ihn, denn Schelling verträgt die Kälte nicht.

