Nicht jedes Projekt lässt sich exakt wie geplant umsetzen. Darum heisst es für Jeannine Gmelin jetzt: Italien statt Australien, Lago di Varese statt Penrith bei Sydney.
Die Bedingungen in der Lombardei sind gut. Die Sonne scheint häufig, die Temperaturen klettern ab und zu über 10 Grad. Und was für eine Profiruderin zentral ist, «der See war bisher immer spiegelglatt», sagt die Ustermerin. Drei Trainings absolviert sie täglich. Das ist normal in dieser Phase der Vorbereitung, die durch lange und harte Einheiten geprägt ist.
«Ich fühlte mich, als wäre ich krank.»
Jeannine Gmelin
Am 20. Januar kehrt die Weltmeisterin von 2017 in die Schweiz zurück. Zwei Tage später als ursprünglich geplant. Allerdings hatte Gmelin sowieso vor, bis am 18. Januar in Australien zu trainieren. In Down Under wollte sie dem europäischen Winter entfliehen, wollte zusammen mit Trainer Robin Dowell spezifische Dinge für die Olympischen Spiele in Tokio ausprobieren – wie etwa das Entwickeln von Kühlstrategien.
Die verheerenden Buschfeuer waren letztlich aber dafür ausschlaggebend, dass Gmelin ihren Aufenthalt in Australien vorzeitig beendete. Schweren Herzens, wie sie sagt. Mit etwas Abstand aber ist die Profiruderin überzeugt: «Es war der richtige Entscheid.»

