Eigentlich suchte Henri «Henkka» Rheiner nur den Kontakt zu einer finnischen Community, um die Sprache und Kultur zu pflegen. Der entscheidende Tipp kam da von seiner aus dem nordeuropäischen Land stammenden Mutter. Sie hatte auf Facebook einen Post entdeckt, wo das Pesäpallo-Team von Wintin Hurjat neue Mitspieler suchte.
Pesäpallo – die finnische Spielart des Baseballs (siehe Box) – war dem gebürtigen Brüttner aufgrund seiner Wurzeln natürlich seit der Jugend ein Begriff.
So richtig angefixt wurde Rheiner allerdings erst vor rund drei Jahren, als er erstmals in Winterthur auf dem Trainingsfeld stand. «Pesäpallo ist fordernd – physisch und psychisch. Es gibt keine Pausen, jeder muss stets aufmerksam sein», sagt Rheiner.
Wenig übrig hat er hingegen für den grossen Bruder aus den USA – Baseball. «Der Sport ist langweilig – auch für die Zuschauer.» Gerade das Anspruchsvolle von Pesäpallo ist es aber, weshalb die Finnen eine Art Hassliebe zu ihrem Nationalsport entwickelt haben.

