Es ist noch nicht lange her als Usters Trainer und Präsident Walter Flessati nach dem Ligaerhalt in der 1. Liga deutliche Worte wählte. «Unser Anspruch ist ein Spitzenplatz.» Dazu passt: Der Sprung in die NLB wurde in der jüngeren Vergangenheit schon mehrfach als mittelfristiges Vereinsziel deklariert.
Vor dem heutigen Meisterschaftsstart gegen Aufsteiger Pratteln klingt es nun aber weitaus defensiver.
«Wir stehen vor einer Übergangssaison und wollen deshalb nichts mit dem Abstieg zu tun haben», sagt Flessati, der im Januar, nach dem verpassten Finalrundeneinzug, Robin Gerber als Coach abgelöst hatte und den TVU anschliessend in der Abstiegsrunde betreute.
Doch die plötzliche Zurückhaltung hat Gründe. Einerseits schaffen es nach der Qualifikation neu nur noch die beiden Gruppenbesten statt vier Teams in die Finalrunde, andererseits kam es bei den Ustermern zu erheblichen Veränderungen im Kader.
Mit den Abgängen der Gebrüder Häberli und Schlumpf sowie des früheren litauischen Nationalspielers Vaidas Klimciauskas ging viel Erfahrung und Qualität verloren.

