Den finalen Schliff hat sie sich in Kroatien verpasst. Auf dem Jarun-See, einem bei den Einheimischen beliebten Ort, um der Hektik von Zagreb zu entfliehen.
Am Donnerstag reiste Jeannine Gmelin mit ihrem kleinen Privatteam dann weiter nach Österreich. In Linz-Ottensheim steht für die Ustermerin ab Sonntag mit der WM der Saisonhöhepunkt auf dem Programm.
«Es wird eng. Hundertstelsekunden werden entscheiden.»
Jeannine Gmelin
Die Titelkämpfe sind zugleich der Hauptqualifikationswettkampf für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Neun Quotenplätze werden im Frauen-Einer vergeben. Für Gmelin steht die Olympia-Qualifikation an oberster Stelle. «Ein Spaziergang wird das nicht», sagt sie.
Was im ersten Moment nach Koketterie tönt, meint die aktuelle Vizeweltmeisterin und Titelträgerin von 2017 absolut ernst. Weil ihr Leben in den letzten Monaten komplett auf den Kopf gestellt worden ist. Aber auch wegen der Konkurrenz.

