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Mehr Breite für den nächsten Tritt

Der UHC Uster hat seine Pläne umgesetzt. Er hat sein NLA-Kader vergrössert. Das soll sich in mehreren Bereichen positiv auswirken.

Zurück im Buchholz: Markus Kulmala (rechts) spielt wieder für den UHC Uster.

Archivfoto: Christian Merz

Mehr Breite für den nächsten Tritt

Michel Wüst ist das letzte Puzzleteil. Mit der Verpflichtung des Verteidigers hat der UHC Uster seine Kaderplanung grundsätzlich abgeschlossen. Wüst kommt von NLA-Absteiger Kloten-Dietlikon Jets.

Im Unterland absolvierte der 21-Jährige seine erste Saison auf höchstem Niveau. Anders als seinem Team gelang ihm ein Steigerungslauf. Gegen Ende der Meisterschaft agierte er im ersten Block und spielte im Powerplay.

In Uster strebt der aus dem Nachwuchs von GC Unihockey stammende Verteidiger den nächsten Schritt an.

Wüst passt ideal zur guten Mischung im Ustermer Team, in dem viele junge Talente stehen, aber auch Spieler mit mehrjähriger NLA-Erfahrung.

«Wir haben die Mannschaft verbreitert.»
Sportchef Thomas Schwarz

22 Feldspieler und zwei Torhüter gehören dem Kader an, davon sieben Neue. Neben vier externen Zuzügen wurde auch ein Trio aus der eigenen U21 integriert.

Dazu stehen im Förderkader mit Claudio Schmid, Timothy Schaffer und Yanick Thalmann drei Nachwuchskräfte, die sich ebenfalls aufdrängen möchten.

Sportchef Thomas Schwarz hat damit sein vordringlichstes Ziel erreicht. Zufrieden sagt er: «Wir haben die Mannschaft verbreitert. Und die Zuzüge weisen Potenzial auf.» 

Eine attraktive Adresse

Verletzungssorgen hatten letzte Saison zu argen Personalproblemen geführt. Das breitere Kader soll nicht nur mithelfen, Ausfälle besser abzufedern.

In Uster erhofft man sich dadurch auch einen verschärften Konkurrenzkampf. Er soll zu einer höheren Trainingsintensität führen und letztlich auch mithelfen, den Aufwärtstrend fortzusetzen.
 

Zweimal erreichte der UHC Uster zuletzt die Playoffs. Nun strebt er nach zwei 0:4-Niederlagen in den Viertelfinalserien die nächste Stufe an – Playoff-Spiele zu gewinnen.

Das Fundament für weitere Fortschritte scheint gelegt. Die Mannschaft ist zum grossen Teil zusammengeblieben. Zahlreiche Leistungsträger wie Florian Bolliger, Raphael Berweger und Anjo Urner setzten in den letzten Wochen ihre Unterschrift unter neue Verträge.

Auch der wohl von manch anderem Team der höchsten Liga gejagte Simon Suter gab ein Bekenntnis ab und bleibt dem Klub treu. Der Stürmer belegte letzte Saison mit 30 Toren und 15 Assists den vierten Platz in der NLA-Skorerwertung. 

All die Vertragsverlängerungen sind ein Zeichen dafür, dass sich der UHC Uster zu einer sportlich attraktiven Adresse gemausert hat. Und interessante Perspektiven bietet, wie Simon Suter glaubt: «Ich bin davon überzeugt, dass wir die positive Entwicklung der letzten Jahre weiterführen können.»

«Das Team soll zum Meisterschaftsauftakt möglichst fit sein.»
Sportchef Thomas Schwarz

Nur drei Abgänge musste Uster hinnehmen. Erwähnenswert dabei: Kein Spieler wechselt zu einem NLA-Konkurrenten. Kaapo Savinainen  kehrte nach Finnland zurück, nachdem der Klub den Kontrakt nicht verlängerte. Stammtorhüter David Holenstein verabschiedete sich aus dem Leistungssport, Florian Nideröst zieht nach Luzern. Seine sportliche Zukunft ist offen.

Mit der Umgebung vertraut

Die Arbeit weiterführen wird derweil Trainer Mika Heinonen. In seiner zweiten Saison dürfte die Handschrift des ruhigen Finnen besser erkennbar werden.

Im Vorjahr traf Heinonen erst Anfang August in der Schweiz ein. Die Mannschaft musste dadurch das Sommertraining selbstständig absolvieren. Jetzt ist Heinonen bereits da. Und mit ihm auch der neue Assistent Marc Werner sowie Physistrainer Claudio Peterhans.

Sportchef Schwarz erhofft sich dadurch eine optimale Vorbereitung. «Das Team soll zum Meisterschaftsauftakt möglichst fit sein. Auch, um Verletzungen vorbeugen zu können.»

Von Vorteil dürfte für die Ustermer sein, dass sich keiner ihrer drei ausländischen Verstärkungsspieler an eine neue Umgebung gewöhnen muss.

Joel Kanebjörk und Niko Juhola waren schon letzte Saison dabei, Markus Kulmala ist ein Rückkehrer. Der von den Kloten-Dietlikon Jets kommende Finne stand bereits von 2015 bis 2017 beim UHC Uster unter Vertrag.

Sportchef Schwarz hat Kulmala mit einem klaren Auftrag verpflichtet: «Von ihm erwarten wir Tore.»

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